LAB Artists

Im Kaserne LAB realisieren fünf lokale Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen ein Jahr lang ihre Rechercheprojekte. Damit wird das regionale Theater-, Tanz und Musikschaffen nachhaltig gefördert. Teil des Kaserne LAB sind Künstler*innen, die regelmässig an der Kaserne auftreten sowie Künstler*innen von Partnerhäusern der Region, wobei sie ihre Rechercheprojekte auch ausserhalb der Kaserne weiterführen können.  

Wie bewerbe ich mich für das Kaserne LAB?

Bewerbungen für das Kaserne LAB sind jeweils bis Januar des Jahres möglich, die Ausschreibungen werden u.a. an dieser Stelle bekannt gegeben.

Die ausgewählten lokalen Künstler*innen für das Kaserne LAB 24/25 sind Declan Whitaker, Jana Furrer, Miriam Coretta Schulte, Ophelia Young und Robin Michel.

Das Kaserne LAB in der Saison 2023/2024 wird durch die Ernst-Göhner Stiftung gefördert. Die Begleitung mit Gebärdensprachdolmetscher*innen wird unterstützt durch die Eckenstein-Geigy Stiftung.

Koordination Kaserne LAB: Julia Ritter (Care & Share) 
j.ritter@kaserne-basel.ch

 


Antje Schupp (Basel)

© Kat Seibt
Residenz:

Antje Schupp ist Regisseurin, Performerin und Autorin für (Musik-)Theater, Performance und Tanz. Sie ist zudem als Dozentin für Konzeptarbeit tätig.

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Antje interessiert sich für die Umsetzung komplexer gesellschaftspolitischer oder ökologischer Themen in Performances, die das Publikum möglichst direkt miteinbeziehen. Ihre Arbeitserfahrung reicht von grossen Bühnenproduktionen bis hin zu 1:1 Setzungen oder site specific Projekte. Sie arbeitete u.a. mit dem Theater Basel, dem Schauspielhaus Zürich, der Oper Zürich, der Kaserne Basel, dem Theater Neumarkt oder dem Schauspielhaus Wien zusammen. Ihre Produktionen wurden zu Festivals wie dem Antigel Genf, Politik im Freien Theater oder dem Impulse Festival eingeladen. Antje arbeitet regelmässig in internationalen Kollaborationen, zuletzt in Brasilien, davor im Libanon, in Südafrika und im Kosovo. Im Musiktheater interessiert sie sich für zeitgenössische Kompositionen. 

Antje erhielt 2020 den Festspielpreis Zürich, 2021 den Jakob-Michael-Reinhold-Lenz Preis für Dramatik und im selben Jahr den Schweizer Preis Darstellende Künste des Bundesamtes für Kultur in Bern.


Yanik Soland (Basel)

© Emma Lou Herrmann
Residenz:

Yanik Soland ist Musiker und Künstler mit einer Vorliebe für kitschige Melodien und Miniaturen.

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Yanik lebt und arbeitet als Musiker und Künstler in Basel. Er hat Fine Arts am Institut Kunst der HGK FHNW Basel (Bachelor) und am Piet Zwart Institute in Rotterdam (Master) studiert und 2022 einen zweiten Master in Komposition und Improvisation an der Musik-Akademie Basel, Abteilung Klassik angefangen. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Bildender Kunst, Komposition, Improvisation und Performance. Als Komponist hat er Musik für Theater (Schauspielhaus Zürich, Junges Theater Basel) sowie für eigene Ensemble-, Band- und Solo-Projekte geschrieben (SOLAND ANGEL, MIR) und Video-Soundtracks, Performance-Soundtracks (Kunstmuseum Basel) und Hörstücke entwickelt. Das Hörstück Going To Switzerland von Stefanie Müller-Frank, für das Yanik die Musik und Produktion beigesteuert hat, wurde am HearSay - Audio Arts Festival (IRL) mit dem Overall Gold Award und dem Gan Bearia Award ausgezeichnet. Sein erstes Solo-Album YUKI ist 2021 auf dem Label Futura Resistenza (NL/BXL) erschienen.


Tyra Wigg (Basel / Stockholm)

© Fabienne Bieri
Residenz:

Tyra Wigg ist Choreograf*in, Performer*in und Berührungsfanatiker*in. Ausgebildet in Zeitgenössischem Tanz, Somatik und Massagetherapie, macht Tyra choreografische Performances, die subjektive Körperwahrnehmungen erweitern.

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Tyra Wigg zog 2020 von Stockholm nach Basel und absolvierte 2023 einen Master in Expanded Theatre an der HKB in Bern. Tyras Arbeiten wurden an Veranstaltungsorten und Festivals wie ROXY Birsfelden, Weld Stockholm, Shedhalle Zürich, BONE Festival, KASKO Basel, YUP Festival, Amore Basel gezeigt. Derzeit arbeitet Tyra an dem choreografischen Projekt squeeze in Koproduktion mit ROXY Birsfelden, MDT Stockholm und PREMIO. squeeze wird im November 2023 im Kunsthaus Baselland uraufgeführt.

Als tanzende, performende und co-kreative Persönlichkeit arbeitete Tyra mit und für Künstler*innen wie Gisèle Vienne, Shu Lea Cheang, Heiner Goebbels, Ernestyna Orlowska, Marina Abramović, Alexandra Pirici, Inga Gerner Nielsen, Pontus Pettersson und Marie Jäger zusammen. Tyra ist im Vorstand der Blasphemic Reading Soirées - einer nomadischen Plattform für queere feministische Lese- und Diskussionskultur.


Patricija Katica Bronić (Basel/Zadar)

© privat
Residenz:

Patricija Bronić bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Theater und Performance. Sie widmet sich Fragen nach der Gemeinschaft: im politischen Kontext, wie auch im Theatersaal. Als Teilnehmerin des Kaserne LAB möchte sich Patricija vor allem dalmatinischen Gesängen und Chören widmen sowie mit den Basler Communities aus der Region um Kroatien und dem Balkan zusammenarbeiten.

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Patricija Katica Bronić arbeitet als Schauspielerin, Performerin und Regisseurin. Nach dem Studium „Theater und Medien“ an der Universität Bayreuth und der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der Hochschule der Künste Bern und schloss 2018 mit dem Master „Expanded Theatre“ ab. Nach ihrem ersten Festengagement am Jungen Nationaltheater Mannheim als Schauspielerin und eigenen Arbeiten gemeinsam mit ihrem Duo BRONIĆ/RÖHRICH, arbeitet sie nun sowohl in der freien Szene als auch am Stadttheater. Sie entwickelt Arbeiten für junges Publikum und für Erwachsene, alleine und in Ko-Kreation. Patricija hat viele Erfahrungen in der Stückentwicklung gesammelt und bedient sich bei dieser Arbeitsmethode sowohl an fiktiven als auch biografischen Zugängen. Ihr Stück Diese Nachricht wurde gelöscht., das sie gemeinsam mit dem Dramaturgen und Regisseur Timon Jansen erarbeitete, wurde am ROXY Birsfelden, dem Fabriktheater Zürich und dem Schlachthaus Theater Bern gezeigt. Eine Produktion, die sich mit dem Schweigen von abwesenden Vätern beschäftigt und eine Form der Held*innenreise untersucht. Patricija ist Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg für Darstellende Kunst 2022.


Lua Leirner (São Paulo/Hamburg/Basel)

© Lira Leirner Design
Residenz:

Lua Leirner ist in Frankreich, Brasilien und Deutschland aufgewachsen. Sie arbeitet in Basel als Grafikdesignerin, Fotografin, Performerin, Museumsvermittlerin und Gehörlosensensibilisierungsexpertin für Institutionen.

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Lua Leirner wuchs in einer multikulturellen, künstlerischen und musikalischen Familie auf. Sie lebt und arbeitet in Basel als Grafikdesignerin, Fotografin, Performerin, Museumsvermittlerin und Gehörlosensensibilisierungsexpertin für den öffentlichen Dienst und für Institutionen. Sie absolvierte 2008 ein Diplom in Design an der Schule für Gestaltung Basel und 2021 eine Ausbildung als Tänzerin und Schauspielerin an der Gehörlosenschule Olten.

Lua Leirner war als Museumsvermittlerin in Schweizer Gebärdensprache in Basel im Museum der Kulturen, im Antikenmuseum und im Museum Tinguely tätig, sowie in Augusta Raurica, im Aargauer Kunsthaus, Stapferhaus Lenzburg, Helmhaus Zürich und Kunsthaus Zürich. Sie ist Mitbegründerin und Co-Kuratorin von "BelleVue" - Ort für Fotografie, Vorstandsmitglied von "Sonos" - Schweizerischer Verband der Hörgeschädigten und Vorstandsmitglied von "Movo" - Gebärdensprachliches Theater der Gehörlosen & Hörenden. "Movo" wurde von der Kulturdirektion des Kantons Zürich mit dem Anerkennungspreis für kulturelle Leistungen ausgezeichnet.

Die Gebärdensprachdolmetschung wird finanziert durch die Eckenstein-Geigy Stiftung.