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(c) Antje Schupp

Peoples’ Council ist dokumentarisches Theatergesellschaftliches Experiment und Protest. Er untersucht politische Teilhabe der Zivilgesellschaft anhand der Basler Pharmaindustrie und beleuchtet die Auswirkungen und Zusammenhänge eines von Ungleichheit geprägten globalen Systems. Was können wir tun, um es inklusiver zu gestalten? Haben die Menschen in Basel politische Handlungsmacht? Wer sollte in die Entscheidungsfindung einbezogen werden?

Der Peoples’ Council entstand aus dem Bestreben einer Gruppe von Aktivist*innen – der #EmptyChairs-Kampagne –, ein Gegenmodell zum bestehenden, staatszentrierten und stark polarisierten UN-System zu schaffen. Ihre Idee und dieser Rat werden nun auf der Bühne als künstlerisch-aktivistisches Experiment im öffentlichen Raum und gemeinsam mit dem Publikum Wirklichkeit. Mit vielen renommierten nationalen und internationalen Expert*innen wird das Publikum nach und nach in die Rolle schlüpfen, selbst Entscheidungsträger*in zu werden und Wissen auszutauschen, um kreative Lösungen für scheinbar unveränderliche Umstände zu finden. Zum Abschluss werden wir nach vier Sitzungstagen in der Kaserne Basel auf die Strasse gehen.

Der Peoples’ Council erprobt u.a. neue Wege der internationalen Ko-Kreation, mit Verbündeten in Basel, Hamburg, Palermo, Berlin und Johannesburg. Wir glauben an das kollektive Wissen der Menschen und ihre transformative Kraft, etwas zu bewirken.

antjeschupp.de

Credits

Konzept / Regie: Antje Schupp

Dramaturgie: Eva-Maria Bertschy

Ausstattung: Christoph Rufer

Technische Leitung: Thomi Kohler

Produktionsleitung: DasTheaterKolleg

Produktion: born2perform in Koproduktion mit Kaserne Basel

 

Mit der grosszügigen Unterstützung des Fachausschusses Darstellende Künste BS/BL, Pro Helvetia, Landis & Gyr

Biografie

Antje Schupp ist Regisseurin, Performerin und Autorin. Sie studierte Regie für Theater und Musiktheater an der Bayrischen Theaterakademie in München und Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Cultural und Gender Studies an der Universität Wien. Ihre Praxis ist von der Vielseitigkeit ihrer Produktionen geprägt: sie inszeniert Theater und Musiktheater, kreiert eigene Performances in der Freien Szene, arbeitet häufig in ko-kreativen Arbeitsprozessen auch mit nicht-professionellen Darsteller*innen und sehr gerne site-specific. Sie lehrt an verschiedenen Universitäten in der Schweiz und in Deutschland.

Antje hat umfassende Erfahrung mit unterschiedlichen Techniken der Stückentwicklung. Sie arbeitet häufig mit einem biografischen Ansatz sowie interdisziplinär und kombiniert in ihren Arbeiten verschiedene Stilelemente zu vielschichtigen, teils dokumentarischen, teils fiktionalen Erzählungen. Vielseitigkeit, Experimentierfreude, Ko-Kreation und die Interaktion mit dem Publikum stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

Sie inszenierte unter anderem am Theater Basel, Schauspielhaus Zürich, Theater am Neumarkt, Kaserne Basel, Konzert Theater Bern, Schauspielhaus Wien, Burgtheater Wien oder Staatstheater Augsburg, ihre Projekte wurden zu Festivals wie Theaterspektakel Zürich, Politik im Freien Theater, Berliner Theatertreffen „Shifting Perspectives“, Antigel Genf, Impulse Theater Festival oder zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Antje Schupp arbeitet regelmäßig in internationalen Kollaborationen, z.B. in Südafrika für PINK MON€Y, im Libanon für Nouvelle Nahda, im Kosovo für LOVE.STATE.KOSOVO oder in Brasilien für Corpo.Cidade.Politica.______

Sie inszenierte Opernproduktionen von Mozart, Massenet, Vivaldi und Menotti sowie verschiedene Werke des zeitgenössischen Musiktheaters, darunter 2023 die Europapremiere der renommierten Oper Angel’s Bone von Du Yun und Royce Vavrek, die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

Antje Schupp ist Gewinnerin des Festspielpreises der Zürcher Festspiele 2020 – verbunden mit der spartenübergreifenden Premiere des Filmessays REVUE 2020 in Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich und dem Schauspielhaus Zürich. 2021 erhielt sie den Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preis für Darstellende Künste für ihr Projekt „Die Mutige Mehrheit“ sowie den Schweizer Preis für Darstellende Künste 2021 des Bundesamts für Kultur.