Diese Veranstaltung ist rollstuhlgängig.

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(c) Tobias Madörin

Zwei Jahre und einen Tag nach ihrem letzten Konzert an der Kaserne Basel kehren Les Reines Prochaines zurück – und feiern Premiere in der Reithalle!

Memory Foam ist eine vielstimmige Musik Performance von Les Reines Prochaines & Friends, die Erinnerung und ihre möglichen Erzählweisen als kollektive und politische Praxis untersucht.

Der Rahmen des Geschehens ist ein imaginäres Kurhaus. Willkommen also im Kurhaus Zuversicht, wo illustres Ambiente, belebende Anwendungen und ein neuer Wind Sie erwarten. Es ist eine Art Entgiftungskur – ein Abschied von der Weltflucht, von berechtigten Ängsten und Vorbehalten. Hier darf die Privatheit kurz zurückbleiben, damit neue Begegnungen entstehen und alte Verspannungen zum Klingen kommen.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie Zukunft unter den Bedingungen gegenwärtiger Krisen überhaupt noch gedacht werden kann.

Wesentliche Bezugspunkte bilden Ursula K. Le Guins Carrier Bag Theory of Fiction sowie die Arbeiten von Feel Tank Chicago, die auf das Nachbarschaftliche, Emotionale, Alltägliche und Zwischenmenschliche fokussieren. In Gruppenanwendungen betten wir Ihre persönlichen Erfahrungen ein und verbinden sie mit dem gemeinsamen Treiben. Geniessen Sie Kontrollverlust und Schnappatmung, und amüsieren Sie sich. Erinnern wird zur gemeinsamen Praxis: Sorgen werden an der Garderobe abgegeben, Verdrängtes wie Früchte aus der Bowle gefischt und eingefrorene Traumata zu Sorbet verwandelt. Wir gelieren und verflüssigen, tauen auf und deponieren in Taschen und Truhen. Geronnene Traurigkeit wird mit den Geistern verbunden, die sie gerufen haben, um neue Erzählweisen möglich zu machen.

Es existieren eine Vielfalt von Lebensentwürfen, Geschichten und Errungenschaften, auf den wir jederzeit zurückgreifen können und wir sehen, trotz aller globalen Probleme und Polemiken: Es hat noch Platz in der Zukunft.

Tischgespräche vor der Vorstellung am 12.2. ab 19.15 Uhr

https://reinesprochaines.ch/ 

Credits

Konzeption und Regie, Autor*innen, Produktion, Bühne, Kostüme, Video, Ausstattung, Oeil extérieur:

Fränzi Madörin, Sus Zwick, Muda Mathis, Chris Regn, Chris Hunter, Sibylle Hauert, Sibylle Aeberli, Doro Schürch, Lukas Acton, David Kerman, Martina Gmür

Oeil extérieur:

Marcel Schwald & Michèle Fuchs

Ton:

Susanne Affolter

Licht:

Ursula Degen

Biografie

In 1987 as Les Reines des Couteaux (the queens of the knives), Muda Mathis, Teresa Alonso and Regina Florida Schmid showed their first performance in a underground space in Basel. It was all about political statements, rebellion against the bourgeois society and, last but not least, about feminist aesthetics and action. All of the founders are visual artists, and created music by chopping vegetables for a soup, singing and some synthesizer sounds. One year later they continued as Les Reines Prochaines, creating music and multimedia-performances with new members associated with the group: Fränzi Madörin and Pipilotti Rist. Since then Les Reines Prochaines are on tour with changing group members, but held by a strong core. The present line-up is: Michèle Fuchs, Fränzi Madörin, Muda Mathis and Sus Zwick. Almost all of them learned to play their instruments just by joining the group. „The use of music as a medium is just as important to us as the performance itself and the visual environment. This mixture gives us the freedom to cross cultural borders and categories of the various arts“. Over the years, creating shows and music have developed in their own personal style – sometimes they would call it professional dilettantism.

Each band member writes her own songs about personal musical worlds, everyday images, memories and fantasies. They all sing, and they all take turns providing accompaniment on the trumpet, saxophone, euphonium, accordion, guitar, bass, drums, strings and synthesizer. The instruments regularly change hands between the different band members, though some tend to be played regularly by the same one.
Les Reines Prochaines, the 4-woman combo that has skilfully made its mark in the music scene, is the epitome of creativity and is rich in imagination. The band’s varied performances are widely famous. They view themselves as multimedia musicians who transport their colorful prose via channels other than music. Fränzi Madörin and Muda Mathis, who have been with the band since ist formation, as well as Sus Zwick and Michèle Fuchs who joined later, make democratic music. For example, they alternate accompaniment and solo performances in rapid succession. The Queens take turns in the spotlight, they swap instruments, dance, sing, celebrate – every performance is a party! Even though the laughter sometimes gets caught in your throat, Les Reines Prochaines have a keen perception of the overall picture. They don’t mince their words, yet these words are poetry and their use of language is always affectionate.

Tischgespräche

Gemeinsam mit Art of Intervention holen wir die Tischgespräche zurück in die Kaserne Basel! Einmal im Monat treffen wir uns bereits um 19:15 Uhr an der Bar und stimmen uns in entspannter Atmosphäre auf den bevorstehenden Theater- oder Tanzabend ein.

Im dialogischen Gespräch mit eingeladenen Gästen werfen wir einen queerfeministischen Blick auf einen Aspekt der jeweiligen Inszenierung. Und nach der Vorstellung öffnen wir den Raum erneut für einen kurzen Austausch: Eindrücke teilen, Gedanken weiterspinnen, Perspektiven verschieben.

Komm vorbei, lass dich anregen und diskutiere mit!

https://theartofintervention.blog/

Content Notes

Zurzeit gibt es keine spezifischen Hinweise auf Inhalte, über die wir oder die Künstler*innen das Publikum informieren möchten. Solltet ihr spezifische Fragen zu Content Notes haben, steht der Abenddienst am Abend der Vorstellung zur Verfügung.

Was sind Content Notes