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© Anne-Laure Lechat

Bauchreden beeindruckt seit jeher Gross und Klein. Diejenigen, die diese geheimnisvolle Technik beherrschten, galten in den vergangenen Jahrhunderten als dämonisch Besessene, Zauberer und Hexen. Ähnlich der Matrjoschkas, den aus Holz gefertigten, bunt bemalten und ineinander verschachtelten Puppen, versteckt sich die Stimme tief im Inneren und erzählt die unerhörte Geschichte eines anderen Körpers – in diesem Fall eines Frauenkörpers. Wie beim berühmten Orakel von Delphi, bzw. der Bauchrednerin und Wahrsagerin Pythia: allein dass eine Frau in der Lage ist, mehrere Lebewesen in einer Körperhülle zu tragen, und als Bauchrednerin zusätzlich auch noch mehrere Stimmen besitzt kann, ist besonders bedrohlich für das männliche Geschlecht.

Uns erwartet ein eindrucksvollen Tanzkabarett in dem Worte verschluckt und verworfen werden, in dem sich Stimmen verbiegen und das Geschlecht wechseln. Aus feministischer Perspektive beleuchtet Hugonnet eine faszinierende Kunstform und gibt unter anderem Frauen eine Stimme, deren Geschichten jahrhundertelang stumm gehalten wurden. Les Porte-Voix – Cabaret Ventriloque verwebt spielerisch Humor, Fremdsein und Heiterkeit und verbindet dies mit Fakten rund um historisch geprägte Körperbilder und deren ungleiche Repräsentation in der Gesellschaft.

Dauer: 60 Minuten, ohne Pause
Altersempfehlung: 12+

Einführung in das Stück vor jeder Vorstellung

Website Yasmine Hugonnet

Biografie

Yasmine Hugonnet ist Schweizer Tänzerin und Choreografin. Sie erhielt ihre Ausbildung am Conservatoire National Supérieur in Paris und absolvierte das Masterprogramm für Choreografie «Dance Unlimited» in den Niederlanden. 2009 gründete Hugonnet ihre eigene Compagnie Arts Mouvementés. Seitdem sind mehrere choreografische Arbeiten entstanden, vorwiegend Soli, wie das «Récital des Postures», das im Rahmen der Schweizer Tanzpreise 2017 in der Kategorie «Aktuelles Tanzschaffen» ausgezeichnet wurde. 2021 erhielt sie für La Peau de l’Espace vom Bundesamt für Kultur den Preis für die Schweizer Tanzproduktion des Jahres. Hugonnets Arbeitsweise ist geprägt von einer intensiven Recherche und verschiedenen Herangehensweisen aus anderen Disziplinen. Seit 2018 werden ihre Stücke im Théâtre Vidy in Lausanne koproduziert. Im Rahmen des Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps zeigt die Westschweizer Choreografin zum einen ihre Produktion Les Porte-Voix – Cabaret Ventriloque und entwickelt zum anderen daraus ein neues Stück für ein junges Publikum: Die Flüstertüten – Cabaret des Bauchredens für die ganze Familie.

Credits

Konzept und Choreografie

Yasmine Hugonnet

Tänzer*innen

Matthieu Barbin, Ruth Childs, Madeleine Fournier, Yasmine Hugonnet

Künstlerische Zusammenarbeit und Komposition

Michael Nick 

Szenografie und Kostüme

Nadia Lauro

Dramaturgische Mitarbeit

Stéphanie Bayle

Regards & Replay

Jeanne Colin

Assistenz

Lisa Vilret, Sarah Bucher

Technische Leitung

Adrien Gardel

Licht

Dominique Dardant

Regie

Sonya Troillet

Bühnenbau

Nadia Lauro, Charlotte Wallet, Mickael Leblond, Marie Maresca, Nino Podalydès

Kostümherstellung

Théâtre Vidy-Lausanne 

Administration/Produktion

Violaine DuPasquier 

Diffusion/Produktion

Jérôme Pique

Produktionsassistenz

Lauren Dällenbach

Texte

Auszüge aus «Le Ventriloque, Ou l'Engastrimythe », Abbé de la Chapelle. Auszüge aus Vorträgen und Texten von Claudine Cohen, Yasmine Hugonnet.

Übersetzung

Sarah-Jane Moloney

Fotos

Anne-Laure Lechat

Produktion

Arts Mouvementés

Koproduktion

Théâtre Vidy-Lausanne; Théâtre Saint-Gervais (Genf); LAC Lugano Arte Cultura; Centre de culture ABC (La Chaux-de-Fonds), ADN – Danse Neuchâtel; Place de la Danse CDCN (Toulouse); La Briqueterie CDCN Val de Marne; Atelier de Paris CDCN

Mit Unterstützung von

Projet lauréat Label+ romand – arts de la scène 2020; Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung; Corodis; Loterie Romande; Schweizerische Autorengesellschaft SSA; Schweizerische Interpretenstiftung SIS. Die Compagnie Arts Mouvementés profitiert von einer Unterstützungsvereinbarung mit dem Kanton Waadt und der Stadt Lausanne.

Residenzen

La Briqueterie CDCN; Atelier de Paris CDCN; Ménagerie de verre Paris; Centre National de la Danse (Pantin); Théâtre de Vidy-Lausanne