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Zwei Rennautos in einer rosa Wüste.
© Rio Basel

Wenn Liebe ein Willensakt ist, dann müssen wir nicht lieben – dann können wir uns genauso gut verweigern. Für die vier Tänzer*innen auf der Bühne ist die Entscheidung jedoch gefallen: Sie begegnen uns in immer wiederkehrenden Liebesszenen, sie lassen sich ein, stossen sich ab, zweifeln und versuchen zu verstehen, auch warum es wichtig ist, gerade jetzt umso mehr zu lieben. 

Nach einer Tour quer durch die europäische Tanzszene kehrt die Basler Choreografin Tabea Martin an die Kaserne zurück und widmet sich gleich dem absoluten Evergreen-Thema. Ihre behutsam arrangierten Love Scenes lassen uns Raum für Schwärmereien und schaffen zugleich ein nachdenkliches Porträt einer individualistischen Gesellschaft auf der krampfhaften Suche nach Verbindung, in den kargen Zeiten der Liebe. Als Mythenentschlüsseler und Romantikverteidiger alter Schule steht ihr dabei Roland Barthes mit seinen Fragmente einer Sprache der Liebe zur Seite. Was uns die noch sagen können, wenn wir längst über toxische Beziehungen, FwB oder Polyamorie diskutieren? Zum Beispiel: “Wer verliebt ist, der wartet”.

Dauer: N.N.

Biografie

Tabea Martin ist Choreographin und Performerin aus Basel, Schweiz. Sie studierte Modernen Tanz an der Hochschule der Künste in Amsterdam.

Sie studierte modernen Tanz an der Hogeschool voor de Kunsten in Amsterdam 2002. Sie tanzte in Holland unter anderem mit Piet Rogie & Company, sowie in Stuttgart bei Fabian Chyle und in Irland mit Nick Bryson. Sie war Gaststudentin an der SNDO in Amsterdam und schloss 2006 ihr zweites Studium Choreografie an der Rotterdamse Dansacademie ab.

Ihre Produktionen A coté de l’ombre (2004), Sculpterre (2005), Promenade dans l’eau (2005), Impair (2005), Über freundliche und ausgeglichene Menschen (2006), Sofort geniessen (2012) oder Empire of illusions (2012) tourten durch Holland und die Schweiz unter anderem am Theaterspektakel Zürich und an den Tanztagen Basel 2006. 2007 wurde sie zum Symposium mit Forced Entertainment im PACT Zollverein Essen eingeladen. Des Weiteren entstanden Choreografien für das Junge Theater Basel S chunnt scho guet.

2008 wurde sie zum Choreoroam Project, eine Initiative für junge Choreografen in England, Italien und der Schweiz eingeladen. 2009 kollaborierte sie im Rahmen einer Residenz mit der englischen Filmemacherin Lucy Cash aus London am B-Motion Festival in Italien sowie beim Grand Theatre Groningen mit der Regisseurin Merel de Groot.

In den Niederlanden wurde ihre Arbeit von den Dansateliers Rotterdam und Het LAB Utrecht unterstützt. 2011 gewann sie den Wim Bary Preis für alle ihre choreografischen Arbeiten.

Ebenso wurde sie vom wichtigsten Holländischen Festival Nederlandse Dansdagen als Choreografisches Talent nominiert.

Mit der Produktion Duet for two dancers (2010) gewann sie den Jurypreis beim Festival Reconnaissance, Échirolles 2013 und Field (2014) und Duet for two dancers wurden beide von Aerowaves in die Priority Group gewählt und tourten in ganz Europa und Indien.

Neben freien Produktionen arbeitet Tabea Martin auch regelmässig an Stadttheatern, u.a. am Schauspielhaus Zürich, am Maxim Gorki Theater Berlin, Theater Basel, Theater Bern, am Staatstheater Oldenburg, Stadt Theater Konstanz und und am Theater Neumarkt. Zu ihren regelmässigen Kollaborateuren gehören Sebastian Nübling, Sibylle Berg, Elina Finkel und Anna Bergmann.

2015 erhielt Tabea Martin den Spezialpreis der Berner Tanzpreise.

Ihre Produktion Pink for Girls & Blue for Boys wurde im Januar 2016 im Tanzhaus Zürich uraufgeführt und war in ganz Europa auf Tournee. Ihre Produktion Beyond Indifference wurde im Dezember 2016 in der Kaserne Basel uraufgeführt. Im Mai 2017 realisierte sie das Vermittlungsprojekt 'Home - Tanzakademie Basel' in Zusammenarbeit mit der Kaserne Basel und dem Tanzfest Basel. Im September 2017 choreographierte sie Nach uns das All (Text: Sibylle Berg) mit Sebastian Nübling am Maxim Gorki Theater Berlin.

Am 1. Februar 2018 wurde ihr Duett This is my last dance mit der italienischen Tänzerin Simona Bertozzi in der Kaserne Basel uraufgeführt. Dies war der erste Teil ihrer Trilogie über die Vergänglichkeit. Danach schuf sie FOREVER und Nothing Left. Beide hatten in der Kaserne Basel Premiere. Nothing Left ist eine Koproduktion des Tanzfestivals Steps - Migros-Kulturprozent 2020. Pink for Girls and Blue for Boys, This is my last dance sowie Forever wurden für die Schweizer Tanztage programmiert.

Ihre neuesten Arbeiten sind Geh nicht in den Wald im Wald ist der Wald 2022 und das Solo für Tamara Gvozdenovic Demain est annulé. Beide sind in Europa auf Tournee.

Tabea Martin erhielt den Kulturpreis 2016 des Kantons Basel-Landschaft, Schweiz.

Von 2016-2018 war sie "Young Associated Artist" des Mentoring-Programms von Pro Helvetia-Schweizer Kulturstiftung. Von 2016-2019 wurde sie von PRAIRIE - der Koproduktionsförderung des Migros-Kulturprozentes unterstützt.

Von 2018-2020 / 2021-2023 und von 2024-2026 wird Tabea Martin vom Fachausschuss Tanz & Theater Basel- Stadt und Basel-Landschaft in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung unterstützt.

Tabea Martin ist Jurymitglied der Tanzkommission der Stadt Zürich, der SSA - Société Suisse des Auteurs und des Atelier Mondial der Christoph Merian Stiftung. Sie hat an der ZHDK, Manufacture, Marchepied, CFP Genève unterrichtet.

Credits

Choreografie/Konzept

Tabea Martin

Tanz

Domenico Doronzo, Lisa Hellmich, Neil Höhener, Marta Llopis Mollà

Dramaturgie

Moos van den Broek

Musik

Donath Weyeneth

Lichtdesign/Technische Leitung

Patrik Rimann

Kostüme

Yasmin Attar

Bühne

Myriam Müller, Kevin Peterhans

Assistenz Choreografie

Dominique Cardito

Recherche

Vlatko Kultzen

Outside Eye

Sebastian Nübling

Vermittlung

Recha la Dous, Dominique Cardito

Produktion

Ramun Bernetta - Bernetta Theaterproduktionen

Koproduktion

Kaserne Basel

Partner

Kurtheater Baden

Gefördert durch

Fachausschuss Tanz + Theater BS/BL, Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung

Dank an

Kinderschutz Schweiz, Jean-Marc Desbonnets, Pol Bierhoff

Foto

Rio Basel

Video

Heta Multanen

Open Classes

The Company Tabea Martin opens its morning company classes during the creation of LOVE SCENES on the following Mondays and Wednesdays:

March, 11 & 13: Stefanie Fischer, Signalstrasse 33, Basel
April, 08 & 10: Benjamin Lindh, Signalstrasse 33, Basel
April, 22 & 24: Sol Bilbao Lucuix, Signalstrasse 33, Basel
May, 13 & 15: Livia Kern, Rehearsal space Kaserne, kHaus, Klybeckstr. 1b, Basel

For all dancers with any kind of background Contribution: CHF 5.- to be paid cash in the studio

No registration necessary

Time: 9:30-10:45
Studio opens at 9:10

Questions: Dominique Cardito, dominiquecardito@gmail.com, +41 76 57 34 604

Looking forward to welcoming you in the studio and exchanging!