is_free Diese Veranstaltung ist kostenlos.
is_wheelchair_accessible Diese Veranstaltung ist rollstuhlgängig.
→ App / Kasernenareal
→ App / Kasernenareal
Portrait Gilles Jobin, courtesy of the artist

Der Offizielle Launch des Projektes findet am 4. Mai 2026 in der ARTour App statt. Anschliessend ist das Werk durchgehend via App verfügbar.

Am 9. Mai um 17 Uhr findet ein Künstlergespräch mit Gilles Jobin und Sabine Himmelsbach (Direktorin HEK) vor Ort auf der Wiese des Kasernenareals statt.

Auf der Wiese des Kasernenareals lässt sich mittels Smartphone das neue Werk Riesen von Gilles Jobin entdecken, das der Genfer Künstler und Tänzer für die ARTour entwickelt hat, bei dem man mit virtuellen Tänzer*innen und Figuren interagieren kann. Die Augmented Reality Ausstellung ist eine Reise zwischen der digitalen und der realen Welt, die Kunst auf neue und innovative Art und Weise erlebbar macht.

In Gilles Jobins Arbeit Riesen bewegen sich zwei Tänzer*innen in farbenfroher Kleidung und mit fliessenden Bewegungen des zeitgenössischen Tanzes über die Wiese des Basler Kasernenareals und ziehen euch unmittelbar in ihren Bann. Voller Ausdruckskraft vermitteln ihre Choreografien eine Atmosphäre von Lebensfreude und Leichtigkeit. Die Figuren und ihre Bewegungen wurden per Motion-Capture-Technologie aufgezeichnet und auf virtuelle Avatare übertragen. Die überlebensgrossen Avatare verweisen auf das Verhältnis von Mensch und Technologie, auf Fragen nach Präsenz, Massstab und Identität im digitalen Raum.

Jobins Arbeiten im Bereich Augmented Reality zeichnen sich durch einen hohen künstlerischen Anspruch, technische Innovation und den Drang aus, die Grenzen klassischer Aufführungsformate des zeitgenössischen Tanzes zu überschreiten. Es gelingt ihm, Choreografie in neue visuelle und räumliche Kontexte zu überführen – und so den Tanz für ein erweitertes, auch technikaffines Publikum neu zu öffnen. Das Publikum kann die virtuellen Tänzer*innen immer wieder neu auf dem Areal platzieren. Sie tanzen dann jeweils eine Sequenz von ca. fünf bis zehn Sekunden, bevor sie wieder verschwinden und mit der neuen Platzierung eine neue Sequenz ausgelöst oder die bestehende überschrieben wird. 

Die Arbeit lädt dazu ein, Tanz als eine Form der Begegnung zwischen Körper, Raum und Technologie neu zu denken – und dabei sowohl spielerische wie auch poetische Dimensionen zu entdecken. Mit Riesen schafft Jobin ein Spiel zwischen Realität und Virtualität, das nicht nur Massstäbe verschiebt, sondern auch das Wesen von Tanz und Bewegung in einen neuen, poetischen Raum der Wahrnehmung verlagert. 
 

Die ARTour wird von Basel Tourismus ermöglicht und entstand in Zusammenarbeit mit dem HEK (Haus der Elektronischen Künste)

Die ARTour App kann im App Store (iOS) und im Play Store (Android) kostenlos heruntergeladen werden. Auf der Webseite basel.com/artour findest du alle weiteren Informationen zur ARTour und den Kunstwerken. 

Infos zu den Künstler*innen

Das Studio Gilles Jobin mit Sitz in Genf ist ein interdisziplinäres Produktionshaus an der Schnittstelle von zeitgenössischem Tanz, Technologie und digitalen Medien. Gegründet vom international anerkannten Choreografen Gilles Jobin, entwickelt das Studio wegweisende Projekte in den Bereichen Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR), Motion Capture und 3D-Animation. Jobin gilt als Pionier in der Verbindung von Tanz und immersiven Medien. Er war einer der ersten, der Tanz mit virtueller Realität verband, und nutzt heute verstärkt Augmented Reality, um Choreografie aus dem klassischen Bühnenraum zu lösen und in erweiterte digitale Welten zu übertragen. Seine Arbeiten eröffnen dem Publikum eine neue Form der Teilhabe: Zuschauer*innen werden zu aktiven Mitgestaltenden, die sich frei in virtuellen Räumen bewegen und Tanz sowie Körperlichkeit auf neuartige, unmittelbare Weise erfahren. Produktionen wie VR_I (2017), La Comédie Virtuelle (2020) oder Cosmogony (2021) wurden international gezeigt und vielfach ausgezeichnet. Das Studio kooperiert regelmässig mit führenden Technologiepartnern, Festivals und Institutionen weltweit und gilt als Vorreiter der digitalen Transformation des Tanzes.