is_wheelchair_accessible Diese Veranstaltung ist rollstuhlgängig.
has_inductionloop Diese Veranstaltung hat Induktionsschleife.
Symbolbild für: Diese Veranstaltung ist altersbeschränkt.
is_translated Mehrsprachig, Portugiesisch (Übertitel EN und DE)
→ Reithalle
→ Reithalle
(c) Caca Bernardes

In einer freien Adaption der Skandalnovelle Geschichte des Auges von Georges Bataille widmet sich die brasilianische Theatermacherin Janaina Leite der Beziehung zwischen Pornografie und Theater – einem zentralen Motiv ihrer Arbeit. Mit 15 Performer*innen (Amateur*innen und Profis der Sexarbeit) erkundet sie Vulgarität, Sex, Queerness, Achtsamkeit und Macht. Im Zentrum: drei Jugendliche auf der Suche nach ihren ersten sexuellen Entdeckungen – ein provokanter Theaterabend für Erwachsene.

Janaina Leite verschiebt die Perspektive von Batailles Werk grundlegend: Immer wieder tritt die Frage «Wie ist dein Verhältnis zur Pornografie?» in den Vordergrund und verbindet die literarische Vorlage mit persönlichen Geschichten und Reflexionen der Mitwirkenden. In einem achtsamen Setting entfaltet sich eine dichte, atmosphärische Arbeit und ein berauschendes Fest.

“One of the Most Surprising Avant-Garde Works of Theater" (New York Times)  

Sprache: Mehrsprachig, Portugiesisch (Übertitel EN und DE)
Dauer: 2 Stunden 40 Minuten

Die Vorstellung ist ab 18 Jahren empfohlen. Beim Einlass müssen Besucher*innen nachweisen, mindestens 16 Jahre alt zu sein.

30.8: Mit Publikumsgespräch

janainaleite.com.br 

In Kooperation mit dem Festival La Bâtie – Festival de Genève

Im Rahmen von Theaterfestival Basel.

Biografie

Janaina Leite

Sie ist Schauspielerin, Regisseurin, Dramaturgin und Postdoktorandin an der Fakultät für Kommunikation und Künste der USP (Universität von São Paulo). Sie gehört zu den Gründern der Theatergruppe Grupo XIX de Teatro in São Paulo, mit der sie mehrere preisgekrönte Produktionen schuf, die landesweit und international auf Tournee gingen. Parallel zu ihrer Arbeit mit der Gruppe konzipierte sie die Produktionen „Festa de Separação: um documentário cênico“, „Conversas com meu Pai“ und „Stabat Mater“ (Gewinnerin des Shell-Preises für Dramaturgie 2020) und veröffentlichte das Buch „Autoescrituras performativas: do diário à cena“ beim Verlag Editora Perspectiva, womit sie ihre Forschung zu Autobiografie und Dokumentarform im Theater konsolidierte. Ausserdem veröffentlichte sie beim Verlag Editora Javali die Dramaturgie der Stücke „Conversas com meu Pai“ (Text von Alexandre Dal Farra) und „Stabat Mater“.

In Fortsetzung ihrer mit „Stabat Mater“ begonnenen Forschung zu Theater und Pornografie schuf sie „Camming 101 Noites“ (eine im Rahmen von PROAC LAB entstandene virtuelle Performance) und „Story of the Eye“ – ein Porno-Noir-Märchen, das von der 13. Ausgabe des Zé-Renato-Theaterfonds gefördert und vom MITsp koproduziert wurde. Im Jahr 2024 brachte sie „Deeper“ zur Uraufführung, unterstützt durch den „Arte no Metaverso“ - Stipendium von Itaú Cultural. Dieses Werk war bereits im Work-in-Progress-Format beim Edinburgh Festival in Schottland, beim Santiago a Mil Festival in Chile und beim Mix Brasil Festival in São Paulo präsentiert worden. Leite leitet zudem Forschungsgruppen, Kurse und Vorträge und kuratiert Veranstaltungen in ganz Brasilien, zusätzlich zu den„Laboratórios Autorais“ (Autorenlabore), die sie seit 2012 entwickelt und in denen sie zahlreiche künstlerische Prozesse begleitet hat. Die Künstlerin war 2020 Gastforscherin am MITsp, wobei mehrere Aktionen auf ihre Forschung ausgerichtet waren.  

Credits

Konzept, Regie, Buch und Darsteller – Janaina Leite

Buch und Regieassistenz – Lara Duarte und André Medeiros Martins

Darsteller – André Medeiros Martins, Armr’Ore Erormray, Carô Calsone, Cusko, Ian Figlioulo, Georgia Vitrilis,

Isabel Soares, Lucas Scudellari, Ultra Martini, Vini The Kid und Tadzio Veiga Suspension – Pombo Morcego,

Darktitah, Pam und Gastdarsteller

Tonarrangement, Design und Tontechnik – Renato Navarro

Lichttechnik – Felipe Tchaça

Bühnenregie – Leticia Karen

Produktionsleitung und Vertrieb – Ariane Cuminale

(c) Rafa Steinhauser
(c) Rafa Steinhauser