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Er ist Professor mit linker Vergangenheit, sie Publizistin der Neuen Rechten. Auf den ersten Blick scheint sie wenig zu verbinden. Doch die beiden Protagonist*innen dieses Abends sind ein Liebespaar. Mit schwarzem Humor, kalkuliertem Spiel und zahlreichen Triggerwarnungen zeichnet diese «Dokufiktion» ein Familienporträt, das die Zerrissenheit der Gesellschaft zwischen links und rechts verdeutlicht – ein Garant für Diskussionsstoff.

Die umjubelte und zugleich kontrovers diskutierte Produktion eröffnet das diesjährige Festival: Josse De Pauw und Kristien De Proost verkörpern ein Paar, das von einem realen Vorbild inspiriert ist – der Beziehung zwischen einem linken Kulturtheoretiker und einer Autorin der Neuen Rechten. Three Times Left is Right ist ein riskanter Dialogversuch in Zeiten wachsender Polarisierung und zeigt, wie leicht die moralische Kompassnadel ins Trudeln geraten kann.

Julian Hetzel entwickelt daraus ein provokantes Zwei-Personen-Stück, das weltpolitische Fragen an den Küchentisch verlegt. Der Abend entwickelt sich zunehmend zu einem schonungslosen Duell über politische Überzeugungen, familiäre Nähe und gesellschaftliche Brüche – eine Gratwanderung zwischen Nähe und Konflikt, zwischen Verständnis und Unvereinbarkeit.

julian-hetzel.com 

Sprache: Englisch (Übertitel DE)
Dauer: 90 Minuten

26.8: Mit Publikumsgespräch

Im Rahmen von Theaterfestival Basel.        

Biografie

Julian Hetzel arbeitet als Performancekünstler, bildender Künstler und Musiker. Er schafft performative Erlebnisse für Theater und Galerien, die eine politische Dimension und einen dokumentarischen Ansatz aufweisen. Seine Werke werden international produziert und präsentiert.

Julian Hetzel ist im Schwarzwald geboren (DE), momentan lebt er in Amsterdam (NL). Er studierte an der Bauhaus University Weimar (DE) mit einem Fokus auf visueller Kommunikation. 2013 schloss er sein Studium an der DasArts Amsterdam ab, einem künstlerischen Forschungslabor für neue Formen des Theaters und der darstellenden Künste. Hetzel ist Gründungsmitglied der Electro-Pop-Band Pentatones und trat bis 2016 mit der Gruppe auf. Von 2014 bis 2016 war Hetzel assoziierter Künstler beim SPRING Performing Arts Festival Utrecht (Niewue Maaker). Seit 2014 arbeitet Hetzel mit dem Frascati Theater Amsterdam zusammen. 2016 gründete Hetzel die Stichting Ism & Heit in Utrecht, um seine künstlerische Arbeit unter dem Label Studio Julian Hetzel zu realisieren und zu produzieren.

Im Jahr 2017 wurde „The Automated Sniper“ mit dem VSCD-Mimeprijs ausgezeichnet. Seit 2018 arbeitet Hetzel eng mit dem in Gent ansässigen Kunstzentrum CAMPO (BE) zusammen. Ihre beiden gemeinsamen Produktionen „All Inclusive“ (2018) und „Mount Average“ wurden für das Nederlands Theaterfestival (2019 / 2021) ausgewählt. Hetzel präsentierte 2019 drei Werke auf der Venice Biennale Teatro. Die Performance-Installation SELF wurde als niederländischer Beitrag für die Prager Quadriennale 2019 ausgewählt. Im Jahr 2024 wurden zwei Produktionen von Studio Julian Hetzel für das Niederländische Theaterfestival ausgewählt: Diarrhea is My Favorite Color Jahr 2017 wurde „The Automated Sniper“ mit dem VSCD-Mimeprijs ausgezeichnet. Seit 2018 arbeitet Hetzel eng mit dem in Gent ansässigen Kunstzentrum CAMPO (BE) zusammen. Ihre beiden gemeinsamen Produktionen „All Inclusive“ (2018) und „Mount Average“ wurden für das Nederlands Theaterfestival (2019 / 2021) ausgewählt. Hetzel präsentierte 2019 drei Werke auf der Biennale Teatro in Venedig. Die Performance-Installation SELF wurde als niederländischer Beitrag für die Prager Quadriennale 2019 ausgewählt. Im Jahr 2024 wurden zwei Produktionen von Studio Julian Hetzel für das Niederländische Theaterfestival ausgewählt: Diarrhea is My Favorite Color (in Zusammenarbeit mit Theater Artemis) und SPAfrica (in Zusammenarbeit mit Ntando Cele). „Diarrhea is My Favorite Color“ wurde für den VSCD Mime/Performance Award 2024 nominiert, und Willemijn Zevenhuijzen gewann für ihre Rolle in dieser Produktion den Golden Cricket 2024 für die beeindruckendste Bühnenleistung im Jugendtheater. Ntando Cele wurde für den renommierten Theo d’Or 2024 für die beeindruckendste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle in „SPAfrica“ nominiert. Schließlich gewann SPAfrica den Regiepreis für die beeindruckendste Regie der Saison.

Credits

Inszenierung: Julian Hetzel

Darstellung: Josse De Pauw & Kristien De Proost

Dramaturgie: Miguel Melgares

Video und Lichtdesign: Bahadir Hamdemir

Musik und Komposition: Frank Wienk

Künstlerische Mitarbeit: Sodja Lotker & Kristien De Proost

Regieassistenz: Esmée Begemann

Technische Koordination: Aengus Havinga

Produktionskoordination: Jakob Proyer

Produktion: Yola Parie

Ton & Programmierung: Tom Doeven

Bühnenbau: Edd Vossen

Szenografie Assistenz: Django Walon

Silikonkunst: Carly Heathcote

Kostümassistenz: Farah Nehme

Mechatronik: Merijn Versnel

Kreative Technologie: Timm Burkhardt

LED Technik: Daniel Pauselius

Praktikum: Sophia op ten Berg

 

(c) Nurith Wagner-Strauss
(c) Nurith Wagner-Strauss