Symbolbild für: Diese Veranstaltung ist altersbeschränkt.
is_translated Sprache: Deutsch und Englisch
→ Treffpunkt Kasse Kaserne Basel
Ausgebucht!  
© Claudia Ndebele
© Claudia Ndebele

Wie brennende gesellschaftliche Fragen in Theater überführen? 
Wie gerät Publikum selbst ins sinnliche Zentrum einer Fragestellung? Wie neue Formate für immersive Museen oder öffentliche Räume inszenieren?

Seit 20 Jahren inszenieren Stefan Kaegi und seine Kolleg*innen von Rimini Protokoll in verschiedensten Konstellationen dokumentarische Theaterstücke, Hörspiele und Stadtrauminszenierungen, die oft wirtschaftliche Verflechtungen auf eine menschliche Komponente herunterbrechen oder Publikum ins Zentrum von immersiven Räumen locken. In Basel gibt er im Rahmen seiner Neuproduktion Dies ist keine Botschaft (Made in Taiwan) einen tieferen Einblick hinter die Kulissen seiner Theaterpraxis, die immer wieder neue Formate entwickelt. 

Anmeldung: Einheitspreis 10 CHF/Person, Anmeldung unter r.ladous@kaserne-basel.ch 

Ort: Vermittlungszimmer, Treffpunkt: Kasse Kaserne Basel 

Workshop-Dauer: 4 Std inkl. Pause; der Workshop ist als Ergänzung zur Lecture am 8. März und zu den Vorstellungen von Dies ist keine Botschaft (Made in Taiwan) am 8. und 9. März konzipiert.

Für Neugierige: Wer immer direkt von unseren Workshops erfahren will, kann sich hier mit der E-Mail Adresse eintragen.

Biografie

Stefan Kaegi inszeniert in verschiedensten Konstellationen dokumentarische Theaterstücke, Hörspiele und Stadtrauminszenierungen, die oft wirtschaftliche Verflechtungen auf eine menschliche Komponente herunterbrechen. So tourte Kaegi mit zwei bulgarischen Lastwagenfahrern und einem umgebauten LKW durch die Welt, inszenierte in Heuschrecken 10.000 Insekten und in Granma vier kubanische Enkelkinder der sogenannt revolutionären Generation. Am Théâtre Vidy in Lausanne inszenierte Kaegi Nachlass mit Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, in Uncanny Valley die lebensgrosse Kopie des Schriftstellers Thomas Melle als Humanoiden. Seine Audiotour Remote X wurde für Städte wie Los Angeles, Santiago de Chile oder Taipei immer wieder ortsspezifisch adaptiert. Zur Zeit ist im Hamburger Schauspielhaus seine Société Anonyme zu sehen. Gemeinsam mit Caroline Barneaud kuratiert er performative Land-Art zu Shared Landscapes in periurbanen Landschaften.

Gemeinsam mit Helgard Haug und Daniel Wetzel arbeitet Kaegi unter dem Label Rimini Protokoll, das 2011 mit dem silbernen Löwen für Theater an der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde. Im Hamburger Schauspielhaus war die Simulation einer Weltklimakonferenz oder die Dunkel-Inszenierung Société Anonyme zu sehen. In Zürich Weltzustand Davos. In Städten wie Montréal, São Paulo und Hong Kong inszenierte Rimini Protokoll 100% Stadt mit 100 nach statistischen Kriterien ausgewählten Vertretern ihrer Stadt. In Manchester und Lausanne komponierte Rimini Protokoll die Stadtbegehung Utopolis für 48 tragbare Lautsprecher. Unter dem Titel Staat 1-4 entwickelte das Regie-Label eine Tetralogie zu Phänomenen der Post-Demokratie. Fürs Museum entwickelten die drei immersive Kunstinstallationen wie win<>win mit lebenden Quallen oder die begehbare Filmarchitektur Urban Nature. Und für die Bühne die Versuchsanordnung Konferenz der Abwesenden.