Jahresbericht

2025

Jahresbericht 2025

Bericht des Vorstands

  • Nach turbulenteren Jahren 2023 und 2024 blickt der Verein Kaserne Basel 2025 auf ein ruhiges Jahr zurück. Das Team hat von diesem Umstand profitiert und in harmonischem Umfeld gearbeitet: Es resultierte ein vielfältiges Programm, das unser Publikum begeistert und berührt hat. Die nachfolgenden Texte und Zahlen im Jahresbericht geben einen vertieften Einblick in die verschiedenen künstlerischen und betrieblichen Dimensionen.

    Die Kaserne feierte 2025 ihr 45-jährige Bestehen. Das Jubiläum wurde eingerahmt von einem wichtigen Entscheid des Basler Parlamentes: Die vom Grossen Rat erhöhten Staatsbeiträge 2025 – 2028 erlauben unserem Betrieb seit vergangenem Jahr, den Mitarbeitenden nach schwierigen Jahren bessere Löhne zu bezahlen. Dieser Schritt hilft uns als Arbeitgeberin engagierte und professionelle Arbeit endlich fairer abzugelten. Die Kaserne Basel wird im Arbeitsmarkt attraktiver. Fluktuation reduziert sich und Rekrutieren wird einfacher. An dieser Stelle dankt der Vorstand dem gesamten Team der Kaserne Basel für sein stets grosses Engagement.

    2025 standen weitere strategische Entscheide an. Vorstand, Künstlerische und Geschäftsleitung haben sich bei langen Diskussionen entschlossen, nach vielen und für beide Parteien fruchtbaren Jahren, die bestehende Pacht der KaBar auf Ende 2026 zu künden. Ein Schnitt, der die Betroffenen aufwühlt, nach 18 Jahren aber keine Überraschung sein darf. Der Verein ist überzeugt, dass eine neue Trägerschaft neue Impulse in die gastronomische Dimension des Kulturbetriebes geben kann. Ein grosser Dank geht aber bereits jetzt an die abtretende Pächterin: Eure Gäste und wir verdanken euch viele Stunden von Begegnung, Gespräch und Genuss.

    Tobias Brenk ist seit 2023 als Direktor für unser Haus verantwortlich. Der Vorstand hat 2025 vorzeitig seinen Mitte 2026 auslaufenden Vertrag bis 2030 verlängert. Tobias Brenk schenkt unserer Organisation mit seinem Wissen, seiner (inter-) nationalen Vernetzung und mit seiner Leidenschaft und Liebe für Menschen und ihre künstlerischen Ausdrucksformen den Boden, auf dem sie gedeihen kann. Wir sind froh, dass Tobias sein Engagement verlängert. Das ist Kontinuität von grosser Qualität und wir sind von Monat zu Monat gespannt, welche Künstler*innen aus der regionalen, nationalen und internationalen freien Theater-, Tanz- und Musikszene er und sein Team auf unser Areal locken können.

    Bereits angekündigt, musste der Vorstand 2025 den Austritt von Françoise König zur Kenntnis nehmen. Die langjährige Präsidentin des Vorstandes demissionierte Mitte 2025 auf Grund der Amtszeitbeschränkung. Unser grosser Dank für das riesige Engagement sei an dieser Stelle noch einmal zum Ausdruck gebracht. Der Vorstand freut sich aber auch, dass er zwei neue Mitglieder gewinnen konnte. Das Gremium erhält mit Sarah Salzmann und Yannick Studer eine Verjüngung und Erweiterung seiner Fachkompetenz. Sarah Salzmann sichert als Anwältin und Arbeitsrechtsspezialistin dem Gremium das notwendige juristische Wissen. Yannick Studer steuert breites betriebswirtschaftliches und gastronomisches Know-How bei.

    Änderungen ergaben sich auch bei den Delegierten der beiden Kantone BS und BL. Die Delegierte unseres Nachbarkantons Sonja Eisl hat ihren Sitz auf Ende Jahr ersatzlos abgegeben. Die Entwicklung der Zuschauer*innenzahlen aus Basel-Landschaft legen diesen hoffentlich nur temporären Schritt nahe. Wir danken Sonja Eisl für ihre grosse Zugewandtheit und die immer hilfreichen Inspirationen.

    Die Delegierte des Stadtkantons und Leiterin der Kulturabteilung BS, Katrin Grögel, gibt ihren Sitz aufgrund einer Umstrukturierung leider ab. Wir werden ihre profunden Fachkenntnisse und ihr warmes Wesen sehr vermissen und bedanken uns sehr. Wir freuen uns, dass Sabina Brocal, Leiterin Förderung in der Kulturabteilung BS, uns ihre ebenfalls grosse Expertise neu zur Verfügung stellt.

    Die Kaserne Basel freut sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ihren Kulturauftrag weiterhin auf hohem Niveau zu erfüllen.

    Rolf Schürmann

    Präsident Kulturwerkstatt Kaserne

Bericht der Geschäftsführung

  • Eine Kulturinstitution braucht verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen, um ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht zu werden: Raum für Kunst, Austausch, Dialog und gesellschaftliche Auseinandersetzung zu schaffen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich, berichten zu können, dass das Geschäftsjahr 2025 finanziell erfolgreich abgeschlossen werden konnte und das Vereinskapital bei CHF 305 334.- liegt. Das positive Ergebnis schafft Stabilität, ermöglicht notwendige Investitionen und stärkt unsere finanzielle Resilienz, ohne dabei unseren kulturellen Auftrag aus den Augen zu verlieren.

    Das erfreuliche Jahresergebnis ist in erster Linie auf ein sehr erfolgreiches Programm zurückzuführen. Mehrere Veranstaltungen waren ausverkauft, insbesondere Konzerte, welche die Reithalle bis auf den letzten Platz füllten. Bemerkenswert ist dabei, dass das Musikprogramm seine Defizitgarantie kaum in Anspruch nehmen musste und gleichzeitig seinem Auftrag treu geblieben ist: die Förderung lokaler Musiker*innen sowie nicht etablierter und experimenteller Formate. Diese Entwicklung ist ermutigend. Ob es sich um einen einmaligen Effekt oder um eine nachhaltige positive Veränderung handelt, wird sich erst zeigen. Für die zukünftige Budgetplanung ist es wichtig, die Zusammenhänge zwischen Programmgestaltung und Publikumsresonanz besser zu verstehen, um allfällige Anpassungen im Programmbudget fundiert vornehmen zu können. Ein Teil des positiven Jahresergebnisses wird gezielt wieder ins Programm 2026 zurückfliessen. Damit kann erfreulicherweise ein zusätzliches experimentelles künstlerisches Format ermöglicht und gleichzeitig die inhaltliche Qualität gestärkt werden.

    Im Personalbereich konnten wichtige Schritte umgesetzt beziehungsweise vorbereitet werden. Dank der Subventionserhöhung wurden die Löhne der Teuerung angepasst und insgesamt angehoben. Mit der Verbesserung des Vorsorgeplans wird insbesondere die Situation von Teilzeitangestellten wesentlich verbessert. Dies sind bedeutende Massnahmen für Fairness und langfristige Arbeitgeberattraktivität. Die Anpassung des beruflichen Vorsorgeplans wird erst per 2026 wirksam. Ein Teil der dafür vorgesehenen Mittel wurde 2025 anderweitig sinnvoll eingesetzt wie für Sicherheitsweiterbildungen in den Bereichen Brandschutz und Erste Hilfe und für die Stärkung des Personalfonds. Die Schulungen wurden von allen Mitarbeitenden als sehr wertvoll aufgenommen. Durch diese Massnahmen sowie durch die Besetzung offener Stellen ist die Kaserne personell gut aufgestellt. Die Fluktuation bewegt sich im normalen Rahmen. Dies schafft Kontinuität im Betrieb und erhöht die institutionelle Kompetenz.

    2025 wurden die Ausgaben für den Unterhalt der Liegenschaft und die Verwaltungskosten leicht gedrosselt, um die finanziellen Risiken des bevorstehenden Umbaus abzufedern. Dies konnte auch so umgesetzt werden, ohne auf Qualität zu verzichten. Entgegengekommen ist uns, dass keine Reinigungsmaschinen ersetzt werden mussten und wenig EDV-Investitionen nötig waren. Somit konnten wir eine Rücklage von CHF 150 000.- für den Umbau bilden, der die Veranstaltungsräume und das darüberliegende Dachgeschoss von Mitte 2026 bis Mitte 2027 betreffen wird. Während dieser Zeit entstehen der Kaserne zusätzliche Kosten, etwa für externe Raummieten. Gleichzeitig ist mit Einnahmeausfällen durch den Wegfall des Mittagstisches oder der Vermietungen während der Sommerpause zu rechnen. Für eine betrieblich sichere ICT-Lösung im Bereich der Adressenverwaltung, des Ticketings, der Produktionsplanung und der Rechnungsstellung wird zudem eine Rücklage von CHF 40 000.- gebildet.

    Im vergangenen Jahr wurden verschiedene Veränderungen umgesetzt oder eingeleitet. Der Verein Kulturwerkstatt Kaserne hat eine Trennung mancher Aufgaben (z.B. Buchhaltungsführung, Anstellungen etc.) für andere Vereine wie das Theaterfestival Basel und der agendabasel vom Kerngeschäft der Kaserne Basel getrennt. Diese Klärung vereinfacht die organisatorischen Strukturen. Auch das finanzielle Controlling wurde mit zwei Instrumenten gestärkt: einer rollenden Liquiditätsplanung sowie einer mehrmals jährlich aktualisierten Ist- Abbildung mit Trendprognose. Die neue Zeiterfassung konnte erfolgreich implementiert werden. Im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wurden auf Grundlage einer externen Beurteilung verschiedene Verbesserungen umgesetzt - an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an die IBS für die unkomplizierte Unterstützung. Zudem nahm die Kaserne an einem Pilotprojekt des Kantons Basel-Stadt teil, das sich im Rahmen der Klimaschutzstrategie speziell an Kulturinstitutionen richtete. Dadurch wurden weitere betriebliche Massnahmen für mehr ökologische Nachhaltigkeit angestossen.

    Die KaBar blieb weiterhin sehr beliebt und entwickelte sich während des ESC zu einem stark frequentierten Treffpunkt. Die Pachteinnahmen stellen nach wie vor eine wichtige finanzielle Grundlage für den Kulturbetrieb dar; die langjährige Pächterin hat diesen Auftrag zuverlässig erfüllt. Nach sorgfältiger Prüfung hat die Kaserne entschieden, den Standort für neue Impulse zu öffnen, um damit an die Erfolgsgeschichte der KaBar anzuknüpfen. In diesem Zusammenhang wird das bestehende Pachtverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen per 30. Juni 2029 aufgelöst.

    An unserer Retraite haben wir die internen Abläufe, insbesondere die Arbeitsschritte vor, während und nach einer Produktion gemeinsam reflektiert. Ziel war es, gegenseitig mehr Verständnis für die jeweiligen Aufgabenbereiche zu entwickeln. Verbunden hat uns zudem das gute Wetter, feines Essen, eine verwegene Trottinett-Abfahrt sowie die abendliche Feuerschale mit Karaoke. Auch das Sommerfest auf der Kasernenwiese mit vorzüglicher Verpflegung, vielen Gesprächen und einer wunderschönen Abendstimmung gehörte neben dem Programm und der Freundeskreisreise auch zu den persönlichen Highlights.

    2025 war insgesamt ein Jahr der Konsolidierung und der gezielten Weiterentwicklung. Ein gut besuchtes Programm, strukturelle Klärungen, Investitionen in Personal und Arbeitssicherheit sowie die Bildung substanzieller Rücklagen bilden eine robuste Grundlage für die kommenden Jahre. Finanzielle Stabilität ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung dafür, dass wir auch künftig mutig, vielfältig und relevant Kultur ermöglichen können.

    Ich danke den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land für die umfangreiche Unterstützung und allen Mitarbeitenden, Künstler*innen, Partner*innen, Förderstellen, dem Beirat, dem Freundeskreis, dem Vorstand und unserem Publikum für das Vertrauen und die engagierte Zusammenarbeit.

    Sarah Mehler

    Geschäftsführung

Bericht der Künstlerischen Leitung

  • Es ist für uns eine grosse Freude, dass wir im Jahr 2025 unser Ziel erreicht haben, wieder über 40 000 Veranstaltungsbesuchende in der Kaserne Basel zu zählen. Nicht mitgezählt sind die Besucher*innen der KaBar. Seit der Pandemie freuen wir uns über sukzessiv steigende Zuschauer*innenzahlen. Das ist anhand der vielen Diskussionen um die veränderte Musik- und Clublandschaft nicht selbstverständlich. Und ein Betrieb wie die Kaserne Basel kann nicht endlos Besucher*innenzahlen steigern, daher ist es uns wichtig, unser Publikum möglichst nachhaltig aufzubauen – mit einer zugänglichen Preispolitik ein junges Publikum an die Kaserne Basel zu binden und mit neuen Zuschauer*innen-Generationen das Haus zukunftsfähig aufzustellen. Die Kulturpublikumsbefragung des Kanton Basel-Stadt hat bestätigt, dass diese Strategie aufgeht: 77% unseres Publikums ist unter 51 Jahre alt und 58% unter 36 Jahre alt. Sichtbar ist auch, dass von allen befragten Institutionen Social Media bei der Kaserne Basel am stärksten eine positive Rolle spielt, um Publikum auf unser Programm aufmerksam zu machen. Ebenso zeigt die Umfrage, dass unser Publikum am ökologisch nachhaltigsten zu uns kommt: bei der Anfahrt per Zug/S-Bahn, Velo oder zu Fuss ist die Kaserne Basel jeweils Spitzenreiter. Die Befragung hat auch benannt, dass das Basellandschaftliche Publikum stärker im Marionettentheater präsent ist als in der Kaserne Basel. Unser Programm ist urban, wir widmen uns Themen, die zwar vor allem städtisches, universitär gebildetes und (post-) migrantisches Publikum anziehen. Das schliesst Menschen aus dem Kanton Basellandschaft zwar nicht aus – aber ein Besuch bei uns ist immer auch ein Sprung ins Ungewisse und etwas für Entdecker*innen. Das Publikum will wissen, warum man einen über 30-minütigen Weg in die Stadt auf sich nimmt. Gleichzeitig beobachten wir eine grosse Treue bei allen, die unser Programm für sich entdeckt haben.

    Programm

    Im Jahr 2025 konnte das Programmteam von einer beflügelnden Dynamik profitieren: Die Subventionserhöhung durch den Grossen Rat erlöste uns von einem enormen Druck, der auf der Machbarkeit unseres Programms lag: Ideen und Initiativen konnten umgesetzt werden – finanziell, aber auch personell. Das hatte in allen Bereichen positive Auswirkungen. Wir konnten die Veranstaltungsdichte erhöhen, mehr künstlerisches Risiko eingehen, grosse Events, Konferenzen und verschiedene Veranstaltungen parallel umsetzen. Dass das überhaupt möglich war, ist (nach den Künstler*innen und ihren Ideen!) auch den Mitarbeitenden zu verdanken, die die Kaserne Basel mit ihren Ideen und Engagement tragen und weiterentwickeln – von den Freelancern an Kasse/Einlass/Technik/Housekeeping, über unser Technikpersonal, das Personal in der Buchhaltung, im Betriebsbüro und der Kommunikation und unser Programmteam. Danke vielmals für euren Einsatz! Es ist nicht selbstverständlich, mit einem Team zu arbeiten, dass sich so gern mit dem Betrieb identifiziert. Ein grosser Dank gilt neben dem Kanton Basel-Stadt und Basel-Landschaft auch allen weiteren Geldgeber*innen und unseren Veranstaltungspartner*innen und Festivals.

    Musik

    Das Musikprogramm der Kaserne Basel bot 2025 eine breite Palette aus lokalen, nationalen und internationalen Künstler*innen. Newcomer teilten sich mit etablierten Acts die Bühne und musikalisch wurde mit Pop, Rock, HipHop, Spoken Word, Post-Worldmusic, Metal, elektronischer und experimenteller Musik ein vielfältiger Einblick in aktuelle musikalische Entwicklungen geboten. Das Jahr begann mit einem riesigen Publikumserfolg: mit drei ausverkauften Konzerten der Berner Legenden von Patent Ochsner und zwei ausverkauften Konzerten des jungen deutschen Singer & Songwriter Mayberg – so konnten wir mit insgesamt 6000 Gästen zum Jahresbeginn ein starkes Zeichen für Live-Musik in Basel setzen. Andere Highlights waren Konzerte der Lokalhelden und HipHop-Legenden von TAFS und Brandhärd sowie von Bilderbuch, Sophie Hunger, Grandbrothers und dem brasilianischen Shootingstar Marie Froes. Mit ausverkauften oder gut besuchten Konzerten von Soap & Skin, Space Afrika, und Charlemagne Palestine zeigte sich auch eine Trendwende: das Publikum lässt sich zunehmend auf musikalische Experimente ein. Letzt genanntes Konzert fand im Rahmen einer musikalischen Matinee anlässlich des 80. Geburtstags der in Basel lebenden Pianistin und Komponistin Marianne Schroeder statt, die für dieses besondere Fest eine Performance erarbeitet hat, die in enger Zusammenarbeit mit der Literatur Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek entstanden ist. Aber auch die ganz Jungen haben in Form von Kinderkonzerten ihren Platz in der Kaserne gefunden. Diese Konzerte werden mit grossem Engagement umgesetzt. Zum zweiten Mal war das FOG-Festival für experimentelle elektronische Musik zu Gast. Mit weinendem Auge mussten wir nach 13-jähriger Partner- schaft die Kooperation mit «Mitten in der Woche» gehen lassen, welche mit einem letzten grossen Weihnachtsspecial nochmals die ganze Basler Szene von gestern, heute und morgen an die Kaserne geladen hat. Danke Euch an dieser Stelle nochmal für die jahrelange Unterstützung der Basler Musik-Szene! Als Kaserne Basel ist es unser Auftrag, für die lokale Musikszene Partnerin zu sein – dass wir diesem Teil-Auftrag mehr nachkommen als auch schon, kann man an den vergangenen Jahresberichten ablesen: in den vergangenen Jahren unter der Musikleitung von Marcel Bisevic ist die Anzahl von Acts lokaler Musikschaffender sichtbar gestiegen.

    In Kooperation mit Partner*innen aus der queer und trans BIPoC Community wurde zum ersten Mal ein «Kiki Ball» ausgerichtet. Bei dieser Veranstaltung, die aus der Ballroom-Kultur hervorgeht und sich für Aussenstehende als eine Art queerer Tanzwettbewerb zu Clubmusik beschreiben lässt, kamen Gäst*innen aus ganz Europa nach Basel gereist, um 8 Stunden lang lautstark ihre Lieblinge anzufeuern. Vom grossen Erfolg dieser Veranstaltung regelrecht überwältigt, wollen wir diese Kooperation stärken. Die Kaserne Basel hat sich deswegen dazu bereit erklärt, unseren Vermittlungsraum für die lokale Ballroom-Community zu öffnen, damit sie das ganze Jahr über regelmässig zusammen kommen kann.

    Das Jahr endete mit der grossen, ausverkauften Weihnachtsparty, die unter der Beteiligung vieler lokaler DJs und Künstler*innen wieder in Kooperation mit der ZischBar entstanden ist. Der Soli-Franken (in der Summe CHF 1 500) der Party ging in diesem Jahr an den Trans Safety Emergency Fund.

    Vermittlung & Kontextprogramm

    Im Bereich Vermittlung wurden bewährte Formate und Kooperationen fortgeführt und viele neue Impulse gesetzt. Neben Tanzworkshops – beispielsweise zum Tanzstil Krump oder mit Nadia Beugré zu ihrer aktuellen Produktion «Épique!» – konnte im Rahmen von Culturescapes und in Zusammenarbeit mit Tabea Martin ein DJing-Workshop mit dem marokkanischen Kollektiv «Soundsisters» angeboten werden. Erstmals fanden zudem ein Technikworkshop für Jugendliche und ein Trauercafé im Rahmen der Produktion «Mitosis» von Brandy Butler statt. In Zusammenarbeit mit dem LAB-Artist Robin Michel wurde ein zweitägiger Synthesizer-Workshop realisiert – vom Bau eines Synthesizers bis zur Bedienung. Dazu kamen Stückeinführungen, Kinderkonzerte, Familienvorstellungen mit kostenloser Kinderbetreuung, Publikumsgespräche, Nachgespräche an Schulen und Hochschulen, Führungen, Beatmaking- Workshops, der VHS-Kurs «Highlights der Kaserne Basel» und in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel ein Angebot an Audiodeskription «Theater erleben – Oper entdecken», um den Zugang zu verschiedenen Produktionen für blinde und sehbehinderte Menschen zu vertiefen.

    Relativ neu im Vermittlungsrepertoire sind die Physical Introductions, die 2025 (meist unter der Anleitung unserer LAB-Artists) fünfmal durchgeführt wurden. Bei diesem speziellen Format wärmt sich das Publikum vor dem Besuch einer Tanzvorstellung auf und lernt die Bewegungsqualitäten aus den Stücken kennen, die im Anschluss gesehen werden. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Vocal Introduction – ein gemeinsames Einsingen vor der Vorstellung.

    Wie in jedem Jahr kümmern wir uns intensiv um unseren Freundeskreis und konnten dieses Jahr mit ihm zusammen nach Brüssel zum Kunstenfestivaldesarts reisen.

    Ein besonderes Highlight der Vermittlungsarbeit im Jahr 2025 war der Familientag im Herbst, mit zwei herausragenden Produktionen für junges Publikum aus Belgien, Bastel- und Bewegungsworkshops auf dem Kasernenareal sowie einem Waffeltruck.

    Theater, Tanz & Residenzen

    Das Theater- und Tanzprogramm begeisterte ein diverses Publikum, von erfahrenen Theaterbesuchenden bis zu jungem Publikum. Eine vollständige Liste aller eingeladenen Künstler*innen lässt sich auf den Seiten 15 und 16 nachlesen. Seit 45 Jahren ist das Theater- und Tanzprogramm das Herz der Kaserne Basel. Gebührend haben wir daher unser 45-jähriges Jubiläum gefeiert. Mit experimentellen Arbeiten konnten wir zum Jahresbeginn neue Produktionen aus der Schweiz und (Ost-) Europa zeigen. Entdeckermomente bot auch die Bremer Compagnie Unusual Symptoms mit «Calving», einer Choreographie von Faye Driscoll: ein scheinbar endlos drehendes Tableau Vivant entstand vor unseren Augen, dem man sich kaum entziehen konnte. Nicht umsonst ist die US-Amerikanerin Faye Driscoll ein Geheimtipp in der europäischen Tanzszene. Ebenso unvergesslich war das erste Gastspiel der norwegischen Compagnie Susie Wang in Basel. Selten funktioniert Suspense so gut, wie bei Susie Wang: ein hyperrealistisches Splattertheaterspiel, wie es selten in der Freien Theaterszene zu finden ist, ohne Angst vor Triggerwarnungen und mit voller Überzeugung, dass die Katharsis uns allen guttut – ein verblüfftes junges Publikum sass in grosser Zahl im Publikumsgespräch und hat uns überzeugt: das war sicher nicht das letzte Gastspiel von Susie Wang bei uns! Im Rahmen einer Konferenz zu sexueller Gewalt in Kulturorganisationen zeigte die belgische Regisseurin Emilienne Flagothier, wie feministische Rache richtig geht: in einer Aneinanderreihung von Alltagsszenen, in denen sich Männer gegenüber Frauen und non-binären Menschen daneben benahmen, bekamen es die misogynen Cis-Männer-Figuren so richtig «auf die Nuss». Nach einem Konferenztag über schwere Themen und Präventivmassnahmen wirkte die Vorstellung wie eine Befreiung von all der Last. Eine Last in unserer Jahresplanung war für uns (neben dem anstehenden Umbau des Rossstalldaches) ein Thema stärker präsent, als wir es uns wünschten: die Planung mit dem ESC in Basel. Natürlich freuten wir uns auf internationale Fans und eine Stadt im Ausnahmezustand. Was aber genau auf uns zukommen sollte, war lange eine Blackbox. Umso mehr war für uns die deutsche Dokumentar-Performancegruppe

    Boys*In Sync ein Ventil, das dem allzu leichten ESC-Pop politische Einordnung gab: die Performance widmete sich mit «InterEuroVision » dem Aufeinandertreffen von Ost und West in einem Eurovision-Fernsehevent in 1968. Ein interessanter Fall, wenn man bemerkt, wie sich heute die Blöcke auf andere Art wieder auftun und in Osteuropa wieder ein eigener «Intervision» entsteht. Die politische Landschaft war häufig Thema in unseren Debatten – ein grosser Dank geht hier an das Team des feministischen salon basel und die Kolleg*innen im Werkraum Schöpflin, mit denen wir so anregende Gesprächsformate in der Kaserne ermöglichen konnten. Mit den künstlerischen Arbeiten von Soa Radsifandrihana, Julian Warner, Radouane Mriziga und Nadia Beugré sowie der Konferenz Wax Encounters beim Festival Culturescapes widmeten wir uns dem kolonialen Erbe Europas. Im Sommer konnten wir drei Schwerpunkte outdoor verwirklichen: die Premieren von Muhammed Kaltuk und Cilio Minella im Dreispitz und im Westfeld, sowie der ausgiebige und wunderbare Nachmittag in den Merian Gärten – mit spannenden künstlerischen Positionen von Alma Söderberg, Bruno Freire, Petra Serhal und vielen anderen. Letztere war dieses Jahr als libanesische Künstlerin in einer Kasernenresidenz und entwickelte währenddessen ihre Performance. Sie sammelte neben Rezepten von selbst bezeichneten Hexen unserer Region auch Kräuter und Heilpflanzen, die in unserem Meetingraum über Wochen trockneten und später von den Zuschauer*innen als Salben und Tinkturen auf der Wiese in den Merian Gärten an einem langen Tisch ausprobiert wurden.

    Das Residenzprogramm zog nicht nur spannende Künstler*innen ausserhalb Europas an, wie Mathi Jurry und Oluwabukunmi Olukitibi, deren Showing so voll war, dass wir mehr als 20 Zuschauende nicht mehr reinlassen konnten. Auch Westschweizer Künstler*innen waren bei uns, die in der Kaserne ihre Arbeit entwickelten. Diese Kooperation wird in der Westschweiz enorm geschätzt und ist einmalig in der Schweiz (ein besonderer Dank gilt hier der Ernst Göhner Stiftung für die Unterstützung!)! Mit den Festivals Transform in Leeds und dem London International Festival for Theater waren ausserdem 2 Künstler*innen bei uns, die sich der Community-Art-Practice widmeten – und Beziehungen zur Basler Bevölkerung suchten. Auch das Programm der LAB Artists wird von Künstler*innen und Zuschauer*innen sehr geschätzt. Zwei LAB Artists unserer ersten Saison hatten nun auch erstmals ihre Premieren bei uns: Patricija Bronić und Tyra Wigg. Es ist toll zu sehen, wie unser Programm so nachhaltige Produktionsprozesse untetstützt – und wie es ebenso viele verschiedene Publikumsschichten begeistert. Sehr oft (und mehr als je) waren auch ausverkaufte Vorstellungen dabei – zum Beispiel bei Stefan Kaegi / Sasha Waltz & Guests, Brandy Butlers LSD-Opera, Alexandra Bachzetsis, Julian Vogel und Tabea Martin. Uns ist neben der «vollen Hütte», wie man so gern im Theaterjargon sagt, aber besonders wichtig, dass alles zusammenhängt und sich klar zu machen dass ein vielfältiges Programm nur mit vielen Teilaspekten entstehen kann – indem wir die Szene im Experiment unterstützen, langfristige Partnerschaften anbieten, mit Partner*innen ausserhalb der Deutschschweiz und Europas zusammenarbeiten, in dem wir den Rahmen für Gespräche und Diskurse öffnen und uns selbst persönlich für unser Programm einsetzen. Selbstverständlich gehört für uns die Unterstützung der lokalen Szene dazu – mit Koproduktionsmitteln, Begleitung bei der Antragsstellung, bei Workshops, Kommunikation und Vermittlungsprogramm. Unser Dank gilt daher an alle, die das möglich machen und uns mit Neugierde und Freude am Programm unterstützen und begleiten!

    Für das Programmteam (Marcel Bisevic, Maximilian Brands, Recha la Dous, Mareike Mohr, Corinne O’Toole, Julia Ritter):

    Tobias Brenk

    Direktion

Künstler*innen Musik 2025

  • Januar

    Robin Michel (CH)
    Patent Ochsner (CH)
    Mayberg (DE), Support: Emma Rose (DE)

  • Februar

    Puts Marie (CH) & Sandro P (CH)
    Joya Marleen (CH), Support: Kings Elliot (CH)
    Space Africa (UK): Tété, Kombé (CH)
    Shkoon (SY/DE), DJ Anıl (CH)
    Sunday Hideout: Ka-Raba (CH), Foncé (CH), Melanin (CH), Hans Arsen (IT), Chaos Clay (CH)

  • März

    Baby Berserk (NLD), Supernova Easy (CH)
    Coletivo Raizes do Samba (BR/CH), Support: DJ Vimvim (BR) Kiki Ball: Esengo (CH), Matyouz Royal (FR), Nikki Juicy (FR), Noa Angels (NDL), Sayari Bodega (CH), Mx Fit Telfar (UK), Hausvrau Laveaux (CH)
    Morgestraich Party: Żaba Kollektiv (CH), Somatic Rituals (CH), Sport Recordings (CH), Send Return Soundsystem (CH), OTO Kollektive (CH), Dream Blunt Roation (CH) 
    TAFS (CH)
    Bacao Rhythm & Steel Band (DE) 
    Soap&Skin (AT) 
    Benjamin Amaru (CH), Support: Nomuel (CH)

  • April

    aja monet (US), Support: Alexia Thomas (CH) Bilderbuch (AT), Support: Nils Keppel (DE)
    Pöbel MC (DE), Support: DJ Flexscheibe (DE) Charlemagne Palestine (US), Marianne Schroeder (CH) Robin Michel (CH)
    Baby Volcano (CH)
    Nand (DE), Support: Akryl (CH)

  • Mai

    Sophie Hunger (CH)
    Andrea Belfi (IT)
    Jules Reidy (DE)
    Grand Balthazar (CH)
    Luuk (CH), Support: Slime Spidey (CH) 
    Stahlberger (CH)
    Robin Michel (CH)
    Eva Sidén (SE)
    Konzeptlos (CH): Stevo Atambire & World Citizen (GH) Orakle Ngoy (CD), Sarah Solo (CD)

  • Juni

    Nídia (PT) & DJ Marfox (PT), Support : DJ Mafou (CH)

  • September

    Nelia Masengu (CH), Support: Keza (CH)

  • Oktober

    Luci Bling, Dudette & Dibby (CH) 
    Maria W Horn (SE)
    Feldermelder (CH)
    OY (DE)
    Sahad (SN)
    Zatokrev (CH), Support: Abraham (CH), INEZONA (CH) Kush K (CH), Jon Hood (CH)
    Somatic Rituals presents: Nazar (BE)

  • November

    Brandhärd (CH), Support: DJ Montes (CH)
    Baran Kok (DE), Support: Luci Bling (CH)
    Marc Ernestus’ Ndagga Rhythm Force (SN) 
    Soundsisters (MA), Kollektiv Avalon (CH) Grandbrothers (DE/CH), Support: Lycoriscoris (JP) Garth Erasmus and Broken String Ensemble (ZA) 
    EMEL (TN)

  • Dezember

    Mari Froes (BR)
    The Young Gods (CH), Support: Mangene (CH) Löwenzahnhonig (CH)
    Sirens of Lesbos (CH)
    XYZMas: BOSS BITCH (CH), Trauminic (CH), Dream Blunt Rotation (CH), The Entertainer (CH), Esengo (CH), Stefanson (CH)

  • Reihen

    Mitten in der Woche

    Laurel Bloom (CH), Catherine Tang (CH), Infinideaux (CH), Andrea Samborski (CH), Victor Hofstetter (CH), INEZONA (CH), Pink Pedrazzi (CH), Dänu Siegrist (CH), svmthoX (CH), dudette (CH), Black Tiger (CH), New Saints (CH), Bleu Roi(CH), Lovebugs (CH)

    Listen!

    Lukas de Clerck (BE), Axel Kolb (CH)
    Jessica Ekomane (FR), Agonis (CH)
    Andrea Belfi (IT), Jules Reidy (DE)
    Félicia Atkinson (FR), Papiro (CH)
    Limpe Fuchs (DE), crys cole (DE), Oren Ambarchi (AU), Alf Jackson (US)

    Kinderkonzert

    DJ Montes (CH)
    Eule und Lerche (DE)
    Lisa Bassenge (DE), Boris Meinhold (DE) 
    Homemade Iscream (CH)
    Los Tros Flamingos (CH)

Theater/Tanz Produktionen 2025

  • Januar

    Project.tgthr (CH): A Long Story About Our Baby

  • Februar

    Maud Le Pladec (FR)/ Maddrip (FR): Silent Legacy Baptiste Cazaux (CH) / Mélissa Guex (CH): GIMME A BREAK!!! / Down ( full Album) (All by myself) 
    Antje Schupp (CH): You live you learn (All by myself ) Franziska Schutzbach (CH): Abtreibung als Stigma (All by myself)
    Gosia Wdowik (BE): She was a friend of someone else (All by myself)
    Viktor Szeri (HU): Fatigue (All by myself ) 
    Krõõt Juurak (EE/AT): Lesson (All by myself )

  • März

    Faye Driscoll/ Unusual Symptoms Theater Bremen (DE): Calving
    Dimitri de Perrot (CH): Unter uns

  • April

    Soa Ratsifandrihana (MG): Fampitaha, fampita, fampitàna 
    Boxclub Basel/ Cie Zaidi & Infinite Fam (CH): Boxeo 41 x Krump
    Brandy Butler (CH): MITOSIS – an LSD Opera

  • Mai

    Patricija Katica Bronić: KLAPA, Offenes Singen
    Boys* IN Sync (DE): InterEuroVision
    Grand Balthazar (CH): Familienfest (Tanzfest Basel)
    Cie Zaidi (CH): Comfortable me (Tanzfest Basel)
    MIR Compagnie (CH): Wild-Wald-Wir-miniMIR & Maxi-MIR (Tanzfest Basel)
    Company MEK (CH): Same Love
    Orakle Ngoy: Ma version (wildwuchs festival)
    Orakle Ngoy, Sarah Solo & Sarah Ndele: Diva Talks (wild-wuchs festival)
    Fia Neises (DE): With Or Without You (wildwuchs festival) 
    Shanice Trustfull (SR/NL): Virtual Emographic (wild-wuchsfestival)
    Reya Wynn Morgado (CH), Rosida Koyuncu (KR), Pooya Kazemi (IR, CH): My Body’s Immortal Language (wild- wuchs festival)
    Maimna Kinteh (CH), Valentina Demicheli Jitsattaykul (CH), Viviane L. Tuvera (CH): Whispers of (un)belonging (wildwuchs festival)
    Davi Pontes (BR) & Wallace Ferreira (BR): Repertório No.2 (wildwuchs festival)
    Legion Seven (CA/DE): GULLET (wildwuchs festival) Tracy september (ZA): Glossolalia (wildwuchs festival)

  • Juni

    Alessandro Schiattarella & Fabian Nichele – Cirqu’en Flex (CH): Voglio Vederti Danzare! (wildwuchs festival)
    Ana Pi (FR): The Divine Cypher (wildwuchs festival)
    Davi Pontes (BR) & Wallace Ferreira (BR): Repertório No.3 (wildwuchs festival)
    x_collective_x (CH, ZA): Slyeth Love / Literary Kiki (wild-wuchs festival)
    Susie Wang (NO): Burnt Toast
    Cillio Minella (CH) / Cie la SECOUSSE (CH/FR): Resonanz 
    I Never Read, Art Book Fair Basel (CH): Kunstbuchmesse

  • August

    Sylvie Robinson (CH): Tremor (Treibstoff Theatertage Basel) 
    Performing Rage Kollektiv (CH): hundertachtzig (Treibstoff Theatertage Basel)

  • September

    Alma Söderberg (SE): Sound A Rose In (out & about – Kaserne Basel x Merian Gärten)
    Patricija Katica Bronić (CH): KLAPA (out & about – Kaser- ne Basel x Merian Gärten)
    Alice (CH) (out & about – Kaserne Basel x Merian Gärten) 
    Petra Serhal (LB): Gesture of Care: Sihr (out & about – Kaserne Basel x Merian Gärten)
    Bruno Freire (BE): Life is not useful (out & about – Kaserne Basel x Merian Gärten)
    Jacob Bussmann (DE): Sceptical Birds (out & about – Kaserne Basel x Merian Gärten)
    Nachtwanderung (out & about – Kaserne Basel x Merian Gärten)
    Tyra Wigg (CH): Lick Life Against the Direction of ist Fur 
    Maxim Storms (BE): Nuggets
    Ugo Dehaes (BE): Moving Skin
    Julian Vogel (CH): Ceramic Circus

  • Oktober

    Julian Warner (DE): Der Soldat. Ein Übergangsritual Radouan Mriziga (BE/MA): Magec / the Desert
    Nadia Beugré (FR/CI): Épique! (pout Yikakou)
    Emilienne Flagothier (BE): Rage (M2Act x Helvetiarockt) 
    m2act × Helvetiarockt (CH): Netzwerktreffen
    Mayara Yamada (BR/CH): Marara Kelly Art Show

  • November

    Tabea Martin (CH)/ Soundsisters (MA): Ist that all there is 
    Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) (CH)/ Sasha Waltz & Guests (DE): Spiegelneuronen
    Alexandra Bachzetsis (CH): Rush(es)
    Group50:50 (CH,CI,GH,CD,BJ,BE): Wax Encounters 
    t. Basel (CH): Stammtisch Freie Szene

  • Dezember

    Patricija Katica Bronić (CH): KLAPA

  • Reihen

    Residenz Showings

    Declan Whitaker (CH/UK), Yeonji Han (CN): Body Matters #2 mit Yeonji Han
    Robin Michel (CH): visual-sound-check 2
    Robin Michel (CH): visual-sound-check 3
    Mati Jhurry (MU): Under the Covers
    Jean-Daniel Piquet (CH): The past
    Declan Whitaker (CH/UK), Simea Cavelti (CH): Body Matters #3 mit Simea Cavelti
    Petra Serhal (LB): Gesture of Care: Sihr (Cliffhanger #2) 
    Alina Arshi (CH): Slippery Things (Cliffhanger #2)
    Declan Whitaker (CH/UK): Away with the Faeries (Cliffhanger #2)
    Robin Michel (CH): Meganomalie feat. Jasmin Albash (Cliffhanger #2)
    Ophelia Young (CH): Sounds like bed times (Cliffhanger #2) 
    Jana Furrer (CH): Loveletters to a rat (Cliffhanger #2) Miriam Coretta Schulte (CH/DE): I dreamed I quit my police unit (Cliffhanger #2)
    Oluwabukunmi Olukitibi & Olowu Busayo: Collective Resonance Lab
    Jenny Moore: Feral bangers & Queer Magic (abgesagt) Jenny Moore: Sing to stay Alive
    Oluwabukunmi Olukitibi: This Body Is The Only Land I know
    Beatrice Fleischlin (CH) & Diego Aramburo (BO): A Letter in Time
    Victor Délétraz (CH): wasted mousse trial
    Pat Homse (CH), Yann Slattery (CH), Alberto Papparotto (CH): Queers on Wheels
     

    feministischer salon basel

    Katha Baur (CH), Caroline Faust (CH), Franca Schaad (CH) Franziska Schutzbach (CH)
    Wie geht feministische Nachtkultur
    Franziska Bruecker (CH), Bernadette Köbele (CH), Margaux Huber (CH): Outsight: Frauen auf Bühnen
    Das queer_feministische PopQuiz
    Agnes Jezler (CH), Bea Albermann (CH), Lena Schubert (DE): Umwelt, Kapitalismus & feministich Wirtschaften 
    Fleur Weibel (CH): Ewige Liebe? Die Praxis des Heiratens 
    Zeichner*innenwettstreit
    Pauline Boudry (CH), Renate Lorenz (DE): Nebelmaschinen und koloniale Geister
    Nicole Berndt-Caccivio (CH): Self Care/ Self Regulation Politische Resilienz

    ZischBar Spezial

    Speedfriending für Queers 
    Gewalt: Sicherheit für Queers

    Fest

    Familientag (CH, BE, DE)
    45 Jahre Kaserne Basel (CH)

    Im Kopf von ...

    Milo Probst (CH) (out & about – Kaserne Basel x Merian Gärten)
    Stefan Ruppaner (DE)
    Saba-Nur Cheema (PK/DE) und Meron Mendel (IL/DE)

    Podcast

    Gülsha lernt Liebe (CH) Meyer:Wermuth (CH): Podcast Live

    Workshops

    Mamu Tshi Krump Workshop
    Workshop mit Chipra Nagarajan: Feminist visions beyond the police (verschoben)
    Helvetiarockt Music Lab mit Alexia Thomas und Anna Aaron
    Verein Movo: Theaterkurs in Gebärdensprache (DSGS) Sharka Rey about grieving
    Trauerfenster: Trauercafé
    Alice Chor Workshop
    Technik-Workshop Für Teens ab 14 
    Synthesizer-Workshop mit Robin Michel
    Verein Movo: Theaterkurs in Gebärdensprache (DSGS) Karaoke Warm-UP, vor der ESC-Performance von BOYS* IN SYNC
    Portable Multi-Channel Sound System mit Michael Schumacher (abgesagt)
    Chor Workshop mit Alice
    Tanzworkshop mit Nadia Beugré
    An introduction to DJing mit SoundSisters Morocco

    Physical Introductions

    Ophelia Young: «Fatigue»
    Harumi Mumenthaler: «Same Love»
    Natasha Moschini: «Lick Life...»
    Sheang-Li Pung & Veronika Mutalova: «Is that all there is»

    Vocal Introduction

    Jasmin Albash (CH): «KLAPA» 

    Kinderbetreuung*

    Maud Le Pladec feat. Jr Maddripp: Silent Legacy
    Faye Driscoll/Unusual Symptoms Theater Bremen: Calving 
    Tyra Wigg: Lick Life Against the Direction of ist Fur
    Julian Vogel: Ceramic Circus

    *Sonntagsvorstellung um 16 Uhr mit paralleler kosten- loser Kinderbetreuung

Kaserne in Zahlen

Bilanz & Erfolgsrechnung

  • Bilanz

  • Erfolgsrechnung

Bericht der Revisionsstelle

  • Bericht der Revisionsstelle zur eingeschränkten Revision an die Mitgliederversammlung
    des Verein Kulturwerkstatt Kaserne, Basel


    Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang) des Vereins Kulturwerkstatt Kaserne für das am 31. Dezember 2025 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

    Für die Jahresrechnung ist der Vorstand verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, die Jahresrechnung zu prüfen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Zulassung und Unabhängigkeit erfüllen.

    Unsere Revision erfolgte nach dem Schweizer Standard zur Eingeschränkten Revision. Demnach ist diese Revision so zu planen und durchzuführen, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung erkannt werden. Eine eingeschränkte Revision umfasst hauptsächlich Befragungen und analytische Prüfungshandlungen sowie den Umständen angemessene Detailprüfungen der bei der geprüften Einheit vorhandenen Unterlagen. Dagegen sind Prüfungen der betrieblichen Abläufe und des internen Kontrollsystems sowie Befragungen und weitere Prüfungshandlungen zur Aufdeckung deliktischer Handlungen oder anderer Gesetzesverstösse nicht Bestandteil dieser Revision.

    Bei unserer Revision sind wir nicht auf Sachverhalte gestossen, aus denen wir schliessen müssten, dass die Jahresrechnung nicht dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht.

    Basel, 13. März 2026 Copartner Revision AG

    Simon Rey

    Leitender Revisor

    Chantal Anderegg

    Zugelassene Revisorin

Anhang

  • Zweck des Vereins

    Der Verein bezweckt die Führung eines Kulturzentrums im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen mit den Behörden des Kantons Basel-Stadt.

    Vorstand

    Schürmann Rolf, Präsident
    Salzmann, Sarah
    Studer, Yannick
    Hatebur Wachsmuth, Beatrice
    Focketyn, Hans
    Regenscheit, Marion
    Weibel, Fleur Ismène

    Bewertungs- und Rechnungslegunggrundsätze

    Die Rechnungslegung richtet sich nach den Vorschriften des Schweizerischen Obligationenrechtes.

    Nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten

    Keine

    Langfristige Mietverträge

    Kaserne Basel bis 31. Dezember 2028 mit einer Jahresmiete (netto) von CHF 568 535.–

    Büros bis 31. Dezember 2028 mit einer Jahresmiete (netto) von CHF 89 745.–

    Wohnstudios bis 31. Dezember 2028 mit einer Jahresmiete (netto) von CHF 18 569.–

    Probebühne bis 31. Dezember 2028 mit einer Jahresmiete (netto) von CHF 13 934.–

    Subventionen

    Der mit dem Kanton Basel-Stadt abgeschlossene Subventionsvertrag wurde für die Jahre 2025 bis 2028 abgeschlossen und beinhaltet einen Grundstaatsbeitrag und eine zweckgebundene Mietsubvention.

    Darin enthalten sind CHF 1 010 195.– aus der Abgeltung für kulturelle Zentrumsleistungen durch den Kanton Basel-Landschaft.

    Ab 2026 fliesst die Abgeltung des Kantons Basel-Landschaft in andere Institutionen.

    Anzahl Vollzeitstellen

    Die Anzahl der Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt liegt analog zum Vorjahr unter 50.

    Wesentliche Ereignisse nach dem
    Bilanzstichtag
    Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, welche die Aussagefähigkeit der Jahresrechnung 2025 beeinträchtigen könnten bzw. an dieser Stelle offengelegt werden müssten.

Team, Vorstand und Beirat der Kaserne

  • Unser Team

    Amir Asady
    Bühnentechnik

    Petra Barcal
    Leitung Produktionsbüro Theater / Tanz

    Joshua Bauer
    Tontechnik

    Marcel Bisevic
    Leitung Musik

    Maximilian Brands
    Künstlerische Assistenz / Dramaturgie

    Tobias Breier
    Kommunikation

    Robyn Breitinger
    Tontechnik

    Tobias Brenk
    Künstlerische Leitung

    Jasmin Buess
    Buchhaltung / Personaladministration

    Töre Cagli
    Tontechnik

    Andreas Döbeli
    Tontechnik

    Jaime Fernandez da Costa
    Tontechnik

    Ilmarin Fradley
    (ab Mai 2025) Lichttechnik

    Lucas Innocenti
    Auszubildender Veranstaltungsfachmann EFZ

    Bernhard Keusen
    Housekeeping

    Thomas Kohler
    (ab April 2025) Produktionsleitung Technik

    Recha la Dous
    Vermittlung / Publikumsformate

    Karsten Mayer
    Technische Leitung

    Sarah Mehler
    Geschäftsführerin

    Mareike Mohr
    (ab April 2025) Vermittlung / Publikumsformate

    Anita Moser
    (ab August 2025) Bühnentechnik

    Corinne O'Toole
    (bis März 2025) Vermittlung / Publikumsformate

    Noemi Probst
    (bis Juli 2025) Auszubildende Kauffrau EFZ

    Beatrice Rauber Pasquariello
    Buchhaltung

    Julia Ritter
    Care & Share/ Residenzprogramme

    Liun Rutishauser
    Bühnentechnik

    Laura Micaela Sanchez
    (bis Mai 2025) Lichttechnik

    Lilli Schaugg
    Front-Desk

    Sabrina Stoffel
    Produktionsleitung Musik

    Klaus Suppan
    (ab Februar 2025) Lichttechnik

    Johanna Tydecks
    Leitung Kommunikation

    Steven Wisard
    Leitung Housekeeping

    Regula Ziegler
    Leitung HR und Administration

    Tino Zihlmann
    Produktionsbüro Theater / Tanz

  • Unser Vereinsvorstand

    Präsident
    Rolf Schürmann 
    Lic. Phil I

    Vizepräsident*in
    Françoise König Gerny
    (bis Juni 2025) Lic.iur., Advokatin 

    Hans Focketyn
    (ab Dezember 2025) Architekt

    Vorstandsmitglieder
    Beatrice Hatebur
    MAS Kulturmanagement

    Marion Regenscheit
    MA Neue Deutsche Literatur und Medienwissenschaft 

    Fleur Weibel
    Dr. Phil., Mitglied des Grossen Rates

    Sarah Salzmann
    (ab August 2025) Lic.iur., Advokatin

    Franziska Schmidt
    Personalvertretung

    Yannick Studer
    (ab August 2025) Gastronom

    Beisitzerinnen ohne Stimmrecht
    Katrin Grögel
    (Delegierte des Kantons BS, bis Dezember 2025) Sabina Brocal
    (Delegierte des Kantons BS, ab Dezember 2025) Sonja Eisl
    (Delegierte des Kantons BL, bis Dezember 2025)

  • Unser Beirat

    Dominique Cardito
    Tanz (gewählt durch Tanzbüro Basel, bis Sommer 2025)

    Mirjam Hildebrand
    Theater (gewählt durch T. Basel)

    Mirco Joao-Pedro
    Musik (gewählt durch den Vorstand des Musikbüro Basel, eine zweite Person für den Beirat wurde vom Vorstand des Musikbüro nicht gestellt)

    Tabea Martin
    Tanz (gewählt durch Tanzbüro Basel)

    Téné Ouelgo
    Theater (gewählt durch T. Basel, ab September 2025)

    Silvan Rechsteiner
    Theater (gewählt durch T. Basel, bis September 2025)

    Sebastian Zuber
    Tanz (gewählt durch Tanzbüro Basel, ab Sommer 2025)

Kontakt, Dank und Impressum

  • Kontakt

    Kaserne Basel
    Klybeckstrasse 1b
    4057 Basel
    T: 061 666 60 00

    buero@kaserne-basel.ch
    www.kaserne-basel.ch

  • Wir danken für die freundliche Unterstützung

  • Impressum

    Impressum

    Herausgeberin: Kaserne Basel Redaktion: Johanna Tydecks Gestaltung: Tristesse
    Stand: März 2026