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Mit LETTERS sind Beatrice Fleischlin und Diego Aramburo nach ihrem Showing im vergangenen Dezember und ihren Auftritten bei den Dokumentartagen endlich zurück an der Kaserne Basel!

Eine Reihe von Briefen, die die beiden queeren Künstler*innen an ihre Kinder und ihre Mütter schreiben, bildet die Grundlage für LETTERS – ein persönliches, gesellschaftliches und poetisches Protokoll über familiäre, generationelle und kulturelle Transformationsprozesse. 

Indem die beiden Künstler*innen die Fragilität und zugleich die Stärke ihrer Lebensrealitäten teilen, entsteht ein Raum der Empathie, in dem Differenz verhandelbar und Solidarität jenseits identitärer Abgrenzungen möglich wird. Dringlichkeit erhält die Arbeit auch vor dem Hintergrund des zunehmenden gesellschaftlichen Backlashs: Während öffentliche Debatten queere und migrantische Menschen immer stärker stigmatisieren und politische Kräfte eine Retraditionalisierung von Identität und Familie vorantreiben, wird sichtbar, wie exklusiv die vielbeschworene «Freiheit» häufig gedacht ist. 

LETTERS macht die gelebte Realität queerer Familien sichtbar – nicht als Provokation, sondern als Beispiel dafür, dass Elternschaft, queere Identität, transnationale Zugehörigkeit und traditionelle soziale Räume einander nicht ausschliessen. So wird LETTERS zu einem berührenden Versuch der Heilung und Zärtlichkeit durch das geschriebene Wort. 

 

Dauer: ca. 90 Minuten
 

aramburo/fleischlin

Die bolivianische Künstler*in Diego wuchs in Cochabamba auf, lebt heute in Sucre, identifiziert sich als nicht-binär und arbeitet international. Beatrice Jimmy wuchs in einer bäuerlichen Familie in Sempach auf und lebt heute als queere Performer*in zwischen der Schweiz und Berlin.  

Credits

Konzept/Text/Performance: Beatrice Fleischlin & Diego Aramburo 

Idee: Diego Aramburo 

Musik: Oscar Kellemberger  

Dramaturgische Beratung: Boris Nikitin 

Kostümberatung: Diana Ammann  

Übersetzung/Übertitelung: Daniela Ruocco 

Technische Leitung Schweiz/Lichtdesign: Minna Heikkilä  

Technische Leitung Lateinamerika: Jorge Alaniz Léon 

Support Produktion und Endproben: Nikolai Ulbricht 

Produktionsleitung: aramburo/fleischlin & Das Theaterkolleg