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(c) Tšeliso Monaheng

Eine Gruppe junger Menschen streift durch die Nacht von Johannesburg. Sie wurden Anfang der 2000er Jahre geboren und sind aufgewachsen in einer Welt voller Wirtschaftskrisen, wiederaufgeflammter Kriege und durch Propaganda geschürter Spannungen. Sie leben in einer multikulturellen, aber nicht gerechten Welt. Sie sind neugierig, traurig, wütend, ironisch und verletzlich – doch sie verbergen ihre Verletzlichkeit nicht. Sie machen sie zu ihrer Waffe.

Kids ist eine außergewöhnliche Inszenierung: eine Mischung aus Theater und Live-Kino. Das Geschehen spielt sich auf den Strassen Johannesburgs ab und wird bei jeder Vorstellung live auf eine Großleinwand ins Theater übertragen. Vor den Augen des Publikums entsteht ein fesselndes Porträt einer jungen Generation: eine pulsierende urbane Odyssee im Geiste des postdokumentarischen Theaters, der Nouvelle Vague und eines neuen südafrikanischen Kinos.

Kids - eine Kollaboration zwischen dem Schweizer Regisseur Boris Nikitin und dem Johannesburger Journalisten Tseliso Monaheng - ist eine Nachfolgearbeit des von der Kritik umjubelten Kultstückes Dämonen, das Nikitin 2022 zusammen mit Sebastian Nübling am Theater Basel produziert hat. Wie dieses ist Kids Teil eines mehrteiligen Live-Cinema-Zyklus über die Gefühlswelten junger Menschen der Gegenwart.

Die Uraufführung findet parallel in der Kaserne Basel, dem Market Theater Lab in Johannesburg und dem FIT Lugano statt.

Weitere Vorstellungen an der Kaserne Basel für das Frühjahr 2027 sind in Planung, Termine folgen.

Credits

Konzept, Text und Regie: Boris Nikitin
Director of Photography und konzeptionelle Zusammenarbeit: Tšeliso Monaheng
Director of Photography: Bantu Mahlangu
Cast: Chioma Mphelo, Chrisophocus Seboka, Kenzo Hendrix, Nidaa Husain, Thabang Chauke
Sound: Matthias Meppelink
Kostüm: Nthabiseng Makone
Kostümassistenz: Molebogeng Phiri
Produktionsleitung Johannesburg: Thantaswa Mthembu
Produktionsleitung Schweiz/Deutschland: Alexa Tepen
Regiessassistenz: Mongezi Ntukwana, Ngwedi Ramphele
Technische Leitung Johannesburg: Michael Inglis
Technische Leitung Schweiz/Deutschland: Sebastian Sommer
Dramaturgie: Annett Hardegen
Outside Eye: Neo Muyanga, Sebastian Nübling

Eine Kollaboration mit dem Center for the Less Good Idea und dem Market Theater Laboratory.
Eine Koproduktion mit: Kaserne Basel, HAU Hebbel am Ufer Berlin, Festival Spielart München, FIT Lugano
Mit Unterstützung der Gessnerallee Zürich.
Gefördert durch: Fachausschuss Theater/Tanz Basel-Stadt und Baselland, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Landis & Gyr Stiftung, Goethe Institut / Internationaler Koproduktionsfonds

Biografie

Boris Nikitin - Regie, Konzept, Textarbeit
1979 Basel geboren, ist Regisseur, Autor. Sein künstlerischer Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Dokumentarischen und der Propaganda. Fragen nach der Konstruktion von Realität und Identitäten sind kontinuierlich verbindendes Merkmal all seiner Theaterarbeiten. Davon ausgehend beschäftigt sich Nikitin seit 2015 intensiv mit dem Verhältnis von Kunst, Krankheit und Verwundbarkeit. Das Thema spielt eine zentrale Rolle in international tourenden Stücken wie Hamlet (2016 - 2023), Versuch über das Sterben (2019 - heute), Magda Toffler (2022 - heute) oder in seiner Museums-Arbeit The Last Reality Show (Museum Tinguely, 2023/2024) .  

Seit 2022 experimentiert Nikitin mit der Form des Live-Cinema (Dämonen, Dämonen Berlin, Mixtape, Kids). Für sein Gesamtwerk wurde Nikitin mit dem J.M.R. Lenz – Dramatikerpreis der Stadt Jena ausgezeichnet. 2020 erhielt er den Schweizer Theaterpreis. Nikitins Arbeiten wurden fünfmal zum Festival «Impulse» eingeladen, zuletzt 2023.  Nikitin ist Gründer und künstlerischer Leiter des Festivals It’s The Real Thing - Basler Dokumentartage.


 

Tšeliso  Monaheng  - Director of Photography
ist Filmemacher, Director of Photography und multidisziplinärer Kreativschaffender. Monaheng zählt zu einer neuen Generation südlicher afrikanischer Geschichtenerzähler, die traditionelle Genre-Grenzen zwischen Journalismus, Fotografie, Musik, Film und kultureller Kritik überschreiten. Monahengs Kamera-Arbeit zeichnet sich durch ein oft rohes und direktes Auge aus, das sich vor allem mit menschlichen Gesichtern, sowie Kultur- und Stadtbildern auseinandersetzt. Ein zentrales Motiv seiner Arbeit ist immer wieder die südafrikanische Musikszene, die er mit seiner Kamera begleitet und portraitiert, so zum Beispiel in dem Kurzfilm Indaba is all the people.

Neben seiner Tätigkeit als DoP arbeitet Tšeliso  Monaheng regelmässig als Autor und Kulturjournalist. Er schreibt für lokale und internationale Medien, darunter Rolling Stone South Africa, The Guardian, The Fader sowie südafrikanische Zeitungen und Online-Magazine.

Content Notes

Zurzeit gibt es keine spezifischen Hinweise auf Inhalte, über die wir oder die Künstler*innen das Publikum informieren möchten. Solltet ihr spezifische Fragen zu Content Notes haben, steht der Abenddienst am Abend der Vorstellung zur Verfügung.

Was sind Content Notes

(c) Tšeliso Monaheng