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Ioana Tsulaia, ,,TV”, one Layer of a TV screen. 70 x 120 cm. 2024. Exhibited at Corridor space, Tbilisi.

Der Widerstand in Georgien dauert an, auf den Strassen, in Institutionen, in Bildern, Körpern und Stimmen, aber jenseits der hiesigen Schlagzeilen. Während die autoritäre Regierung mit immer neuen Massnahmen gegen Pluralismus und freie Räume vorgeht, richtet der Abend den Blick auf Kunst unter autoritärem Druck: Wo bleibt Raum für unabhängige Kunst? Was kann sie dem autoritären System entgegenhalten? Und was steht für jene auf dem Spiel, die das Unrecht benennen?

Performance von Andro Dadiani. Im anschliessenden Gespräch spricht Andro mit Sopio Kolkhidashvili, Kunsthistorikerin und Leiterin des art space Corridor in Tiflis. Moderiert von Barbara Schellewald, Prof. em. Universität Basel.

Das «Forum Osteuropa» ist die Veranstaltungsreihe des Osteuropa-Forum Basel zu Brennpunkten des Zeitgeschehens im östlichen Europa. Es bringt Stimmen, Perspektiven und Konflikte auf die Bühne, die oft ausserhalb des öffentlichen Fokus liegen.

instagram.com/osteuropaforum_basel

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Sopio Kolkhidashvili

Sopio Kolkhidashvili ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kunstberaterin. Sie ist Dozentin an der Freien Universität Tiflis sowie Gründerin des Kunst und Bildungsraums Corridor. Ihre Forschungs und kuratorische Praxis konzentriert sich auf zeitgenössische Kunstgeschichte im postsowjetischen Georgien, mit einem erweiterten Interesse an visueller Kultur und institutionellen Kontexten. Ihre Arbeit verbindet kuratorische Projekte und Beratung, Forschung und Bildungsprogramme mit einem besonderen Fokus auf den Aufbau nachhaltiger Ökosysteme für zeitgenössische Kunst. 

https://www.instagram.com/sopiokolkhidashvili/

Andro Dadiani

Andro Dadiani is a Georgian multidisciplinary artist whose work moves between word and image. His artistic process is a reflection on identity, migration, and resilience, where the personal meets the universal and becomes publicly voiced.

Since 2017, the artist has worked under a pseudonym and behind a mask. For him, this became the only way to think and exist freely in a country where difference is perceived as a threat. This repressed identity gives his work a generalized character and a strong emotional and critical force.

Andro Dadiani has published the poetry collection Purgatory and The Anthology of Georgian Queer Poetry, as well as the plays Happiness Nh2 and Passport, which have been staged in Tbilisi and Berlin. He has held two solo exhibitions. Through his performances, he often responds to the political agenda of the moment. In his practice, the artist combines poetry, performance, staged photography, and installation.

The artist is currently in Belgium with the status of a political refugee.

https://androdadiani.com

https://www.instagram.com/andro.dadiani____/