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Film von Susanne Regina Meures

Um einer von Krieg und Klimakollaps zerrütteten Welt den Rücken zu kehren, flieht eine Gruppe Freundinnen ans Ende der Welt – ins ewige Eis. Unter brennender Sonne zelebrieren sie die letzten flüchtigen Momente hedonistischer Freiheit. Als ihre eskapistische Vision von Glück scheitert, machen sie sich auf die Suche nach Erlösung – und stürzen dabei in ungeahnte Abgründe.

ETERNITY von Regisseurin Susanne Regina Meures ist der erste Film, der die Kunst von Florentina Holzinger auf die grosse Leinwand bringt und die drängende Frage unserer Zeit stellt: Was tun wir mit unserer Schuld an einem sterbenden Planeten?

Dauer: 72 Minuten

Biografien

Susanne Regina Meures ist eine deutsch-schweizer Regisseurin. Sie ist bekannt für ihr innovatives Storytelling, in dem sie den Kontext von Pop-Kultur und Kunst nutzt, um sich politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen zu widmen. Ihre Filme, u.a. „Raving Iran“, „Saudi Runaway“ und „Girl Gang“ feierten Premiere u.A. am Sundance Film Festival, der Berlinale, und liefen an über 200 Filmfestivals weltweit. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter einem Europäischen Filmpreis, und wurden von Streamingdiensten wie Disney und Netflix lizensiert. 

Filmografie
2016 RAVING IRAN, ‘84, Switzerland 
2020 SAUDI RUNAWAY, ‘88, Switzerland 
2022 GIRL GANG, ‘98, Switzerland
2026 ETERNITY, ‘72, Switzerland 
 

Florentina Holzinger ist eine österreichische Choreografin und Performancekünstlerin. In ihren Arbeiten treffen physische Extremzustände auf theatralische Präzision – mit dem Ziel, die Grenzen dessen auszuloten, wozu Körper fähig sind. Ihre Praxis bewegt sich spartenübergreifend zwischen Tanz, Performance, Oper und Theater und setzt sich zugleich kritisch mit deren jeweiligen Traditionen auseinander. So bringt Holzinger institutionalisierte „Hochkultur“ mit pop- und gegenkulturellen Einflüssen in Kontakt und verschiebt die Grenzlinien zwischen Spektakel und Subversion.
 

Credits


WRITTEN AND DIRECTED  SUSANNE REGINA MEURES

FEATURING THE ART OF FLORENTINA HOLZINGER 

WITH (CAST) 
ANNINA MACHAZ
FIBI EYEWALKER
FLORENTINA HOLZINGER 
LUNA DURAN
NETTI NÜGANGEN 
PAIGE A FLASH
PEACHES 
SOPHIE DUNCAN
XANA NOVAIS

CREW
DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY NATASCHA VAVRINA
EDITED BY  ALI RING NADDAFI
, ROLF HELLAT

PRODUCTION DESIGN NIKOLA KNEŽEVIĆ
SUPERVISING SOUND EDITOR FRANK KRUSE
SOUND DESIGN
TINA LASCHKE
RE-RECORDING MIXER  LARS GINZEL, MATTHIAS LEMPERT
COLOURIST THOMAS BOUFFIOULX
EDITING ASSISTANT LARS WICKI

Director's Statement

ETERNITY entstand aus meinem Wunsch heraus, einige der drängenden Probleme unserer Zeit zu beleuchten, darunter die sich verschärfende Klimakrise, die gesellschaftlichen Konsequenzen des Spätkapitalismus und die zunehmend instabile geopolitische Lage unserer Welt.

Die Idee für den Film nahm Gestalt an, als ich zum ersten Mal den Rhône-Gletscher in der Schweiz besuchte, einen der größten Gletscher der Alpen. Als ich zu seiner majestätischen und dem Untergang geweihten Gestalt aufblickte, wurde mir klar, dass er das perfekte, schmelzende Symbol für unsere aus den Fugen geratene Welt ist.

Ein weiterer entscheidender Moment war, als ich in 2022 die Arbeit von Florentina Holzinger entdeckte. Seit einem guten Jahrzehnt ist die österreichische Künstlerin eine angesehene Performerin und Choreografin auf den Bühnen Europas, die die Grenzen dessen, was ein menschlicher Körper aushalten kann, radikal auslotet. Ihre Arbeit teilt mein Interesse, die verschiedenen Stränge unserer dystopischen Realität miteinander zu verknüpfen, darunter Rechts-Populismus, Frauenfeindlichkeit, Neokolonialismus und unser verzerrtes Verhältnis zur Technologie.

Es ist keine Überraschung, dass Holzinger zu einer Bekanntheit in der globalen Kunstwelt und zum „Enfant terrible“ des Tanzes aufgestiegen ist. Abgesehen von begeisterten Kritiken in der „New York Times“, dem „New Yorker“, dem „Guardian“ und unzähligen anderen einflussreichen Publikationen ist ihr österreichischer Pavillon das heißbegehrteste Ticket auf der diesjährigen Biennale in Venedig.

Ich fragte sie, ob sie sich vorstellen könne zu kollaborieren. Meine Idee war ihre Performancekunst zu adaptieren, um ein unkonventionelles und neuartiges Kinoerlebnis zu schaffen. Ich schrieb ein Drehbuch und entwickelte die zentralen Themen des Films: darunter neokoloniale Ausbeutung, der kapitalistisch-patriarchale Drang, die Natur zu beherrschen, sowie Fragen der weiblichen Autonomie und der Kontrolle über den eigenen Körper. So wie die Ressourcen der Erde abgebaut und ausgebeutet wurden, wurden weibliche Körper historisch gesehen als Territorien behandelt, die kontrolliert und zur Ware gemacht werden sollten. Diese Parallele wurde zu einer zentralen konzeptionellen Idee des Films.

Unser Dreh auf dem Gletscher mit Florentina und ihren Performancekünstlerinnen war ein kathartisches Erlebnis, bei dem die Temperaturen zwischen extremer Hitze und weit unter dem Gefrierpunkt schwankten. Letztendlich wurde die schmelzende Alpenlandschaft zu einer der Hauptprotagonisten, zur Verkörperung unserer kollabierenden Weltordnung.

Wir verstehen ETERNITY als ein feministisches, rebellisches und kompromisslos freigeistiges Filmwerk – eine Einladung, unser Verhältnis zum Körper, zur Welt, in der wir leben, und zur Zukunft, die wir gestalten, neu zu überdenken.

Susanne Regina Meures, 2026



 

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