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«Die Demokratie ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut.» Das schreibt Carolin Emcke im Vorwort zu ihrem neuen Buch «Respekt ist zumutbar». Zehn Jahre lang hat sie als Kolumnistin die (Welt)Politik verfolgt. Aus ihren Texten lässt sich die Kontinuität globaler Umbrüche erkennen, wie die autoritäre Gewalt von Putins Russland, die Macht der Tech-Giganten und die systematische Absage an faktenbasierter Information, die Radikalisierung rechtsradikaler Bewegungen und ihrer parlamentarischen Ableger. Ihre Texte sind ein Aufruf, Ausgrenzung und mangelnder Empathie etwas entgegenzusetzen. Und sie fragt: Wer wollen wir sein in Zeiten der Zerstörung von Demokratie und Wahrheit?
Moderation: Daniel Graf
CAROLIN EMCKE (*1967), studierte Philosophie in London, Frankfurt a. M. und an der Harvard University. Sie arbeitete mehrere Jahre als Auslandsredakteurin und -reporterin mit Fokus auf Krisenregionen. In ihren Texten, aber auch mit künstlerischen Interventionen befasst sie sich mit den Themen Gewalt und Trauma, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus, Sexualität und Begehren. Ihre Bücher wurden vielfach übersetzt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels und dem Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik. Zuletzt erschien: «Für den Zweifel. Gespräche mit Thomas Strässle» (2022) und «Was wahr ist. Über Gewalt und Klima» (2024). Emcke lebt in Berlin.
Kooperation von Literaturhaus Basel und Kaserne Basel