is_wheelchair_accessible Diese Veranstaltung ist rollstuhlgängig.
Bezahl was du kannst:   15.- /  25.- /  35.-  
© Werner Strouven

In Éléphant versammelt Bouchra Ouizguen Interpretinnen, Sängerinnen und Musikerinnen, die aus der marokkanischen Volkstradition im Süden des Landes stammen und seit mehreren gemeinsamen Projekten treue Begleiterinnen sind. Der Tanz ist seit jeher Teil von Ouizguens Leben, ihrer Familie und ihrer Geschichte. Die Stimmen, der Gesang und die auf der Bühne gespielte Musik zeichnen die Partitur einer Gruppe, die an einen antiken Chor erinnert. Die Frauen beschwören mit ihren Gesten das, was vergeht, was verschwindet: Wie kann der Verlust gleichbedeutend mit Freude sein? Kann das Verschwinden die Zeit aufheben und uns von ihr befreien? Die Choreografin Bouchra Ouizguen greift diese Fragen mithilfe der Emotionen von Bewegung und Klang auf. Ohne den Sinn zu verfestigen, macht sie die Bühne zu einem Ort der Begegnung zwischen verschiedenen Praktiken, Zeiträumen und Geschichten und baut so ein choreografisches und akustisches Spektakel für eine kollektive, schwebende Zeit.

“Die Kunst von Bouchra Ouizguen trägt keine Forderungen. Die marokkanische Choreographin versucht nie, ihre Arbeit durch eine Idee oder ein Konzept zu intellektualisieren. Was sie interessiert, ist die Vitalität, die von der Bühne ausgeht, wenn sie gemeinsam performen: das Aufblitzen des Lebens.” (Médiapart)

In Kollaboration mit Culturescapes 2023 Sahara.

Dauer: 60 Minuten
Publikumsgespräch nach der Vorstellung am 29.11.

Biografie

Die in Marrakesch lebende Bouchra Ouizguen kultiviert eine persönliche, einzigartige und inspirierte Form des choreografischen Ausdrucks, die weit entfernt des westlichen zeitgenössischen Tanzes ist. Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet sie mit Frauen zusammen, die mit ihrer charismatischen Präsenz und ihren kraftvollen Gesangsstimmen auf traditionellen Festen auftreten. Als Volkskünstlerinnen aus Südmarokko, die einen Teil des kulturellen Erbes des Landes verkörpern, tragen sie eine Form von freudiger Freiheit in sich, die im Gegensatz zu den geschlechtsspezifischen, kulturellen und rassischen Vorurteilen der Gesellschaft steht. Indem Ouizguen sie in die zeitgenössische Tanzszene einlädt, bringt sie Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Moderne zusammen. Durch den Austausch ihrer jeweiligen Erfahrungen als Frauen und Künstlerinnen geht die Choreografin ein Bündnis mit ihnen ein, um den Unterschied auf die Probe zu stellen – aber ohne Gewalt, durch Heiterkeit, Kompliz*innenschaft und grosszügige Beachtung der Menschenwürde.

Credits

Künstlerische Leitung

Bouchra Ouizguen

Tänzer*innen und Sänger*innen

Milouda El Maataoui, Bouchra Ouizguen, Halima Sahmoud, Joséphine Tilloy

Licht

Sylvie Mélis

Ton

Chloé Barbe

Administration, Produktion

Mylène Gaillon

Produktion

Compagnie O

Koproduktion

Festival Montpellier Danse, Kunstenfestivaldesarts, Festival d’Automne à Paris, Les Spectacles vivants – Centre Pompidou (Paris), AFAC (Arab Fund for Art and Culture), HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Cultural Foundation – Abu Dhabi, ERT Emilia Romagna Teatro

Unterstützung

Mit der Unterstützung von Fondation d’entreprise Hermès im Rahmen von New Settings