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Der polnisch-britische Künstler und Choreograf Alex Baczyński-Jenkins setzt für seine Performances kleinste Gesten, Tanz und minimale Bühnenbilder ein, um Verlangen, Entfremdung und Kollektivität nachzuspüren. Seine Praxis beschäftigt sich vor allem mit der Vermittlung und der Politik von queeren Begehrlichkeiten und lässt uns an Affekt und Intimität teilhaben. Im Zwielicht ziehen uns fünf Performer*innen in ihren Bann. Sie bewegen sich im Box Step, einer Schrittfolge aus Gesellschaftstänzen, mit sinnlichen, überschwänglichen und entfremdeten Gesten. Im Laufe von drei Stunden, in denen das Publikum kommen und gehen kann, wie es will, entwickelt die Performance eine gemeinschaftsbildende und tranceähnliche Kraft und ruft wechselnde Assoziationen hervor: eine geisterhafte Versammlung, ein Zusammenkommen im Widerstand oder in Trauer, die verblassten Erinnerungen an einen Rave.

Dauer: 3h, das Publikum kann den Raum nach Belieben betreten und verlassen.
Instagram Alex Baczyński-Jenkins

Biografie

Alex Baczyński-Jenkins ist Künstler und Choreograf und beschäftigt sich mit queeren Affekten, Verkörperung und Relationalität. Durch Gesten, Kollektivität, Berührung und Sinnlichkeit entfaltet seine Praxis Strukturen und Politiken des Begehrens. Relationalität ist präsent in der dialogischen Art und Weise, in der die Arbeit entwickelt und aufgeführt wird, sowie in den Materialien, die er aufruft. Dazu gehört das Aufspüren von Beziehungen zwischen Empfindung und Sozialität, verkörpertem Ausdruck und Entfremdung, den Texturen der Alltagserfahrung, den utopischen und latenten queeren Geschichten. Baczyński-Jenkins nähert sich der Choreografie als eine Form der Reflexion über Gefühle, Wahrnehmung und kollektives Entstehen, während er sich auf andere Arten der Erfahrung von Erinnerung, Zeit und Veränderung einlässt. Er ist Mitbegründer von Kem, einem in Warschau ansässigen queer-feministischen Kollektiv, das sich auf Choreografie, Performance und Sound an der Praxis fokussiert.


 

Credits

Choreografie 

Alex Baczyński-Jenkins

Performt von und entwickelt mit

Aaa Biczysko, Ewa Dziarnowska, Rafał Pierzyński, Ronald Berger und Sigrid Stigsdatter

Entwickelt mit

Aaa Biczysko, Ewa Dziarnowska, Rafał Pierzyński, Sigrid Stigsdatter, Tiran Willemse

Produktionsleitung 

Ola Knychalska

Sound, Licht 

Krzysztof Bagiński

Sound Research 

Jana Androsova, Krzysztof Bagiński, Tobias Koch und Filip Lech

Styling Beratung 

Rafał Domagła

Studioleiterin 

Andrea Rodrigo

Studiomanagerin 

Sarie Nijboer

Distribution

Something Great

Eine Produktion von 

Alex Baczyński-Jenkins. Entwickelt im Rahmen von Kems Residency im Ujazdowski Castle Center for Contemporary Art, Warschau. Ursprünglich in Auftrag gegeben für den Frieze Artist Award 2018, in Partnerschaft mit der Delfina Foundation, und präsentiert als Teil der Frieze Projects, kuratiert von Diana Campbell Betancourt. Das Gastspiel im Rahmen von Queer Darlings #4 wird ermöglicht durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. 

Medienpartner

Berlin Art Link, Rausgegangen, Missy Magazine, Siegessäule, tipBerlin, taz.die tageszeitung