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Feministische Analysen von Arbeit, Ernährung, Natur und Care
Landwirtschaft ist kein neutraler Produktionsraum, sondern ein politisches Feld: geprägt von Geschlechterverhältnissen, Eigentumslogiken und Vorstellungen von Arbeit und Wert. Der feministische Salon widmet sich den oft marginalisierten Rollen von FLINTAs in der Landwirtschaft und fragt nach der Verschränkung von Care-Arbeit, Körper, Natur und Kapital. Im Austausch mit Anna Kröplin, Prisca Pfammatter und weiteren Stimmen wird Landwirtschaft als Ort feministischer Kritik und Praxis verhandelt – zwischen historischer Unsichtbarmachung und gegenwärtigen Kämpfen um Autonomie, Ressourcen und Anerkennung.
Mit: Prisca Pfammatter, Anna Kröplin, Jo Bucher, Jris Rüdlinger
Moderation: Caroline Faust
Wenn ihr euch kein Ticket leisten könnt, meldet euch gerne unter info@feministischersalon.ch
feministischer salon basel
Von und mit
Katha Baur, Caroline Faust, Franca Schaad und Franziska Schutzbach
Koproduktion
Kaserne Basel
Unterstützung
Christoph Merian Stiftung
Biografien
Prisca Pfammatter (sie/ihr) ist Doktorandin am Geographischen Institut der Universität Bern. Mit einem queeren, ethnografischen Ansatz untersucht sie, wie queere Landarbeiter*innen Geschlecht, Arbeit und Care verhandeln und welche Formen landwirtschaftlicher Praxis und Organisation dadurch sichtbar werden.
Anna Kröplin (sie/ihr) ist Agronomin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Agrarsoziologie der BFH-HAFL. Sie untersucht u.a., wie Ressourcen auf Höfen verteilt sind und wo Ungleichheiten entstehen. Durch die regionale Vernetzung von Landwirtinnen in Living Labs schafft sie Räume für Austausch und Co‑Produktion – und stärkt so die Sichtbarkeit von Frauen in der Landwirtschaft.
Jo Bucher (sie/ihr) ist Landwirtin und Betriebsleiterin vom Biohof Tempikon am Baldeggersee. Sie betreibt Milchwirtschaft (Kühe/Ziegen) und Hochstammobstbau. Der Grossteil der Hofprodukte wird im Sinne einer solidarischen Landwirtschaft an Foodcoops, Bioläden, Märkte und Verarbeitungsbetriebe in und um Luzern geliefert. Die Ausbildung von zukünftigen Bio-Landwirtinnen, das Sichtbarmachen von Frauen und queeren Menschen in der Landwirtschaft und ein enges Mensch-Tier-Pflanzen-Beziehungsnetz liegen ihr sehr am Herzen. In ihrem früheren Leben hat sie Kunstgeschichte, Gender- und Queer-Studies in Basel und Hamburg studiert.
Jris Rüdlinger (sie/ihr) ist biodynamische Landwirtin und Co-Betriebsleiterin vom Hofgut Schönthal in Langenbruck BL. Sie hat Freude an der Mitgestaltung von Räumen voller Biodiversität. Staunt über die Schönheit der Landschaft. Und fragt sich zwischen Geissen/ Zapfwellen/ Kindern und Rindern/ Heugabeln/Buschbohnen und Dörrbohnen: Wie bewegen wir uns im Alltäglichen? Was ist eine zeitgenössische Landwirtin? Ist das Wirken im Kleinen politisch?