Ailton Krenak

Porträt von Ailton Krenak
© Pauline Deschamps

«Es gibt keinen Safe, der das Leben bewahren kann» 

Ailton Krenak über Natur und Neutralität

Ailton Krenak spielt in Milo Raus «Antigone» Teireisas, den unfehlbaren blinden Propheten –Teiresias‘ Prophezeiungen sind stets Sinnsprüche und niemals falsch.

Einleitung

Die Neutralität sei ein Gefängnis, in das sich die Schweiz geflüchtet habe, sagte Friedrich Dürrenmatt 1990. Die Schweizer würden sich frei fühlen in ihrem Gefängnis der Neutralität. Ist das heute, 175 Jahre nach Inkrafttreten der Schweizer Bundesverfassung, noch immer so? Wie frei sind wir in diesem Land, das international so vernetzt und wirtschaftlich aktiv ist wie nie zuvor? Wie lässt sich der Begriff der «Neutralität» im Kontext einer Schweiz spiegeln, die mit ihren «Guten Diensten» Sorge tragen will zur Vermeidung von Konflikten und zur Lösung der aktuellen grossen Herausforderungen dieser Welt? 

Die Klimakrise ist die grösste Herausforderung des Jahrhunderts, wahrscheinlich ist sie die grösste Herausforderung der Menschheit. Der Klimawandel ist Menschengemacht und die Verantwortung für diese Situation liegt bei den reichen Staaten und Menschen, die sie mit weiter steigenden CO2-Emissionen verantworten, also auch bei uns. Wie kann die Schweiz angesichts einer solchen Katastrophe mit der Neutralität als Grundsatz ihrer Aussenpolitik überhaupt noch agieren? Manchmal hilft der Blick von aussen um zu verstehen, wie die Neutralität der Schweiz von aussen wahrgenommen wird – vor allem der Blick von denjenigen, deren Leben von unseren Entscheidungen besonders abhängig sind. Daher hat die Kaserne Basel Ailton Krenak, indigener Aktivist und Philosoph des brasilianischen Volkes der Krenak, gefragt: haben wir unser Verhältnis zur Natur verloren? Welche Verantwortung erwächst aus unserem Verständnis eines neutralen Staates, wenn die Klimakrise zukünftige Konflikte, Migrationbewegungen und Ungleichheit in der Welt anheizt? 

Über Natur und Neutralität

Dieser Text ist ein Transkript einer Videokonferenz zwischen Ailton Krenak, Anna Dantes und Madeleine Deschamps im Mai 2023 und entstand als Antwort auf die Anfrage von Tobias Brenk, Künstlerischer Leiter der Kaserne Basel,[1] sich bezüglich der Neutralität der Schweiz und des globalen Klima-Notstands zu äussern.

Die Anfrage des künstlerischen Leiters der Kaserne Basel, einen Text zum Thema der Schweizer Neutralität in Beziehung zur Wirtschaft, Politik und Ökologie zu schreiben, hat bei mir grosses Interesse geweckt. Tobias Brenk hat die derzeitige Situation mit einer solchen Präzision beschrieben, dass ich mich herausgefordert fühlte, eine Art Rückkehr in die Zeit zu machen, in der die Idee der Neutralität noch von niemandem verlangt wurde. Als die menschlichen Gemeinschaften, unabhängig davon, auf welchem Kontinent sie lebten, plurale Beziehungen mit dem, was wir Natur nennen, eingehen konnten. Diese Beziehungen waren so fliessend, dass in vielen Sprachen der Begriff «Natur» gar nicht existiert.[2]

Es gab Autoren des 19. Jahrhunderts, die einen Moment lokalisierten, in dem einige Gesellschaften definierten, was Natur sei, und eine Art Trennung, einen radikalen Schnitt zwischen Kultur und Natur einführten. Das Universum der Kultur definiert sich unter anderem durch politische und ökonomische Erfahrungen. Die Kultur ist Wirtschaft, Politik... und die Natur ist das, was draussen bleibt. 

Die Möglichkeit, ein neutrales Denken in Beziehung zu Politik und Natur einzuführen, entstand im Laufe der Geschichte. Erst seit vielleicht 200, 300 Jahren sind die menschlichen Gemeinschaften in der Lage, diese Abstraktion zu erzeugen. Niemand kann vor irgendetwas neutral sein. Wir sind alle zutiefst mit dem, was geschieht, verwickelt. Wir können zwar eine Neutralität gegenüber gewissen Lebensbereichen behaupten. Wir können in Bezug auf Politik neutral sein, an keiner politischen Strömung teilnehmen wollen. Wir können zum Beispiel in Bezug auf Konflikte neutral sein. So verhielt sich die Schweiz im zweiten Weltkrieg neutral. Sie hielt sich aus den Konflikten heraus, was von vielen als etwas Positives wahrgenommen wurde. Lange Zeit definierte sich die Schweiz als eine Art Massstab für Neutralität. Vermutlich hat man sich in diesem Konzept sehr wohl gefühlt und sogar eine Rechtfertigung dafür gefunden, weiterhin neutral zu bleiben.  

Es ist so, dass diese Neutralität auch ein exklusives Privileg produziert hat, nämlich dasjenige, Geheimnisse zu bewahren und, auf eine Art, Hüter der offenen Beziehungen in der Welt zu sein, die dort beschützt wurden, neutral. Wir kennen den bedenklichen Weg, den viele Vermögen der Welt genommen haben, als sie an diesen Ort geleitet wurden: Schweiz. Sie wurde zu einer Art Panzer des ungerechten Reichtums. Viele Personen mit unermesslichen Vermögen versteckten diese in der Schweiz. Das ist eine öffentlich bekannte Tatsache, alle wissen, dass die Schweiz ein Tresor ist, der die Neutralität jener bewahrt, die kein bisschen neutral sind, denn die Diktaturen auf der ganzen Welt, die Geld in der Schweiz verstecken, sind nicht neutral, sie greifen tief in das Leben der Bevölkerung ein und erzeugen in vielen Fällen Dominanz und eine Art globalen Totalitarismus.  

Nun, wenn diese politische, soziale Ungerechtigkeit heute mit der Klimakrise zusammentrifft, scheint es, dass die Klimakrise eine neue Herausforderung für diesen Ort der Neutralität mit sich bringt. Diese Herausforderung besagt, dass niemand von den klimatischen Veränderungen verschont bleiben wird. 

Die Neutralität in Bezug zur Erde ist eine Fiktion
 

Wenn die Temperatur des Planeten ein für alle untragbares Level erreicht, wird es unmöglich sein, neutral zu bleiben. Dieser Körper bleibt nicht neutral, dieser Körper wird auch von den Veränderungen, die um uns herum geschehen – in den irdischen Ökosystemen, wie auch auf der psychologischen, mentalen Ebene – betroffen werden. Wir wissen, dass es heute schon Warnungen gibt, dass Menschen häufiger erkranken. Unter Stress verlieren sie die Fähigkeit, die Ereignisse zu verstehen, die uns zustossen, die uns betreffen. Wenn die Mehrheit der Menschen, global gesehen, unter diesen Unannehmlichkeiten leidet, ist es unmöglich, einen Ort der Neutralität für sich zu beanspruchen. Die Neutralität in Bezug zur Erde, zu dem, was wir Natur nennen, das ist eine Fiktion. Es ist nicht möglich, dass jemand so sehr abstrahiert, dass er nicht erkennt, dass die Gletscher schmelzen, dass der Bär, der einst weiss war, durch all die Verschmutzung braun geworden ist, und dass die Luft, die wir auf dem gesamten Planeten atmen, krank wird. Angesichts einer solchen Unmissverständlichkeit, dass gewisse Teile des Planeten schmelzen, während andere unter stark gestiegenen Temperaturen geröstet werden, ist keine Neutralität möglich. 

Es gibt eine Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass wir mit einer zunehmenden Instabilität der nordeuropäischen Länder konfrontiert werden könnten, da diese Migrant*innen und geflüchtete Menschen aus vielen anderen Teilen der Welt aufnehmen müssen. Diese geflüchteten Menschen werden an unsere Tür klopfen, an deine Tür klopfen, an meine Tür, und es wird keine Neutralität geben, wenn sie an unsere Tür klopfen, wie in dem Lied von Bob Dylan, in dem es heisst: «Knock, knock, knockin` on heaven‘s door». Das heisst, wenn du eine so erhabene Neutralität erschaffen hast, die so wunderbar ist, dass du in ihr wie ein göttliches Wesen leben kannst, wirst du eines Tages von einer Menschenmenge geweckt werden, die an deine Tür klopft, während sie ein Lied von Bob Dylan singt.

Es geht nicht nur um eine Umverteilung von Einkommen, es geht um die Verteilung von Zuneigung


Nun, es ist gut, zum globalen Notstand aufzuwachen. Er ist nicht mehr nur klimatisch, er ist humanitär, eine Frage von Gerechtigkeit. Es gibt heute sogar einen Konsens, dass wir Mechanismen für die Anwendung der sogenannten wiedergutmachenden Gerechtigkeit kreieren müssen. Wiedergutmachende Gerechtigkeit bedeutet, denen, die zu viele Privilegien besitzen, Privilegien zu entziehen, und das Leid derer zu mindern, die zu viel Leid erleben. Das heisst, es geht nicht nur um eine Umverteilung von Einkommen, es geht vor allen Dingen um die Verteilung von Zuneigung. Wir brauchen Zuneigung in Bezug auf die Existenz, auf die Erfahrung des Lebens, und diese Zuneigung kommt von der Erde. Es ist die Erde, die uns dies beibringt. Es ist die Mutter Erde, die uns dies beibringt. Sanft auf die Erde zu treten ist etwas anderes als Neutralität, es ist Engagement[3].

Die Idee der Neutralität geht auf eine lange Geschichte des menschlichen Denkens über eine entwicklungsorientierte Wirtschaft und Fortschrittsglauben zurück. Das ist die Idee von Entwicklung. Jetzt sind wir aber aufgerufen, uns zu ver-wickeln, uns zu engagieren. Dazu, uns mit Zuneigung untereinander zu verbinden, ungeachtet der Grenzen, die unsere Länder trennen. Diese Grenzen waren lange Zeit notwendig, doch nun sind die Menschen gefordert, weiter zu gehen. Wir müssen weiter gehen, und weiter zu gehen bedeutet, Grenzen zu überwinden. Geopolitische Grenzen, ökonomische Grenzen, kulturelle Grenzen. Wir müssen uns mit dem Planeten verbinden, mit der Erde verbinden, mit den irdischen Ökosystemen verbinden, denn diese sind die Quelle von allem, was wir haben. Wir können nur dann Reichtum haben, wenn die Erde weiterhin lebendig, gesund und in der Lage bleibt, den Menschen Wohlstand zu bescheren. 

Ein neutraler Ort produziert keinen Reichtum, ein neutraler Ort häuft Reichtum an


Die Erde ist die einzige Mutter, die einzige Quelle, die einzige, die uns mit Reichtum zu versorgen vermag. Es ist unmöglich, an einem neutralen Ort Reichtum zu produzieren. Ein neutraler Ort produziert keinen Reichtum, ein neutraler Ort häuft Reichtum an. Es gab einen Dichter, der nicht mehr unter uns weilt, er ist bereits verstorben. Dieser Dichter heisst Ernesto Cardenal und er hat ein wunderbares Gedicht verfasst, das von ungerechten Reichtümern spricht, und sein Gedicht schliesst mit der Aussage, dass jeglicher materielle Reichtum ungerecht sei, da es sich dabei um Anhäufung handle. 

Wenn du eine Praxis on Neutralität kreierst, die sich lediglich am Egoismus orientiert, nimmst du das Ende der Welt vorweg. Wenn wir das Ende dieser Welt, in der wir leben, vertagen wollen, müssen wir ihre Grenzen erweitern: mit Solidarität, mit Mitgefühl und mit einem Gefühl der Zugehörigkeit zur Erde, wo unsere Zugehörigkeit nicht länger eine der Nationalflaggen und nationalen Grenzen ist, sondern zu unserer Zugehörigkeit zur Mutter Erde wird. Wir sind Kinder des Planeten Erde. Wenn wir es nicht schaffen, diese Verbindung wiederherzustellen, werden wir einen Abgrund erfahren. Es ist ein kognitiver Abgrund, eine Art Bedeutungslosigkeit des Lebens. Denn die Erfahrung des Lebens besteht aus Beziehungen, Verbindungen. Und wir müssen mit allen nicht-menschlichen Wesen in Beziehung treten. Die Erfahrung des Lebens kann kein menschliches Gefängnis sein.  

Der Kokon des Menschen, dieser Körper, der uns trägt, wir dürfen ihn nicht in eine Art Isolierung vor dem Leben umwandeln. Er muss, in Wirklichkeit, von allen Sinnen des Lebens durchdrungen werden, damit wir den Sinn dessen erfahren können, was unser lieber Emanuele Coccia als Metamorphose[4] bezeichnet, das heisst, das Blatt, der Baum, die Raupe, der Schmetterling: es ist das Leben in unterschiedlichen Körpern. Es sind unterschiedliche Kokons, die das Leben tragen, oder das Leben, das all diese Körper, all diese Artefakte durchquert. Das Leben selbst ist unaufhaltsam, es hört an keinem Ort auf. Es gibt keinen Safe, der das Leben bewahren kann. Wenn du also einen neutralen Ort in der Welt erschaffst, und denkst, dass du dort Leben anhäufen kannst, irrst du dich, denn du betreibst dabei in Wirklichkeit die schlimmste Fertigkeit des Menschen, nämlich Nekropolitik. Es bedeutet, sich für eine Politik des Todes einzusetzen, anstatt eine Praxis der Schöpfung, der Kreation von Leben zu erfahren.

Die Idee der Neutraliät: eine Art sinnlicher Abgrund
 

Das Leben zu produzieren bedeutet, in einen Fluss einzutreten und Strömung zu sein, es bedeutet Zugehörigkeit, nicht Isolation. Die Idee der Neutralität ist möglicherweise eine Art sinnlicher Abgrund. Wer die Neutralität lebt, lebt eine vereinzelnde Erfahrung des Egos. Des Egoismus. Wir müssen dem entkommen. Wir müssen dem entkommen, wie ein Vogel sich aus der Schale des Eis befreit. Wenn ein Vogel in der Eierschale hängen bleibt, stirbt er. Er muss die Eierschale aufbrechen, um fliegen zu können. Und wenn wir jemanden zum Fliegen einladen können, ist das besser, als eine Erfahrung von Neutralität zu leben. 

Diese Äusserung, dass es einen Ort in der Welt gibt, der entschieden hat, seine Stärke aus der Neutralität zu ziehen, hat mich sehr angeregt. Ich weiss nicht, woher die Inspiration für die Neutralität kam, ob sie ein Teil einer anthropozentrischen Idee ist, ob sie der Kern des Anthropozentrismus ist, die Idee des Menschen als Zentrum von allem, oder ob dies vielleicht sogar eine Art von ausgrenzender Bewegung ist, unterstützt durch eine rassistische Idee, die man heute wohl als strukturellen Rassismus anprangern würde.
 

Ailton Krenak ist Denker, Umweltaktivist und eine der bedeutendsten Stimmen des indigenen Wissens. Er gründete gemeinsam mit dem Dantes Verlag den Studienzyklus «Selvagem - ciclo de estudos sobre a vida». Ailton Krenak lebt im Dorf Krenak, an den Ufern des Rio Doce, in Minas Gerais, Brasilien. Er ist der Autor der Bücher Ideias para Adiar o Fim do Mundo (Companhia das Letras, 2019), O Amanhã Não Está à Venda (Companhia das Letras, 2020), A Vida Não é Útil (Companhia das Letras, 2020) und Futuro Ancestral (Companhia das Letras, 2022).

Auf Deutsch erhältlich ist Ideen, um das Ende der Welt zu vertagen, erschienen 2021 im btb Verlag in einer Übersetzung von Michael Kegler
 

Aus dem Portugiesischen übersetzt von Cristina Emmel, Juli 2023
 

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[1] In einer Nachricht an Ailton Krenak schreibt Tobias Brenk, künstlerischer Leiter der Kaserne Basel: «Die Schweiz, ein Land, das sich stets als 'neutral' präsentiert, ist aufgrund der weltweit tätigen Firmen mit Sitz in der Schweiz und dem Geld, das aus der Schweiz heraus in der ganzen Welt investiert wird, eine Hauptakteurin in Hinblick auf den ökologischen Fussabdruck. Die Schweizer*innen sehen sich immer in Harmonie mit der Natur, aber dies in einer Umwelt, die für und von Menschen gemacht wurde. Wir haben unsere natürliche Art, Teil der Natur zu sein und mit ihr in Koexistenz zu leben, verloren. Das Land hält sich vor jeglichen progressiven Stellungnahmen zurück, und wenn es um den Klimawandel geht, sind die ökonomischen Interessen oft ebenso wichtig, wie die Meinungen von Wissenschaftler*innen und Philosoph*innen. Politische Initiativen haben Mühe, Massnahmen zu ergreifen, um unser Verhältnis zur Natur zu verändern. Ist die Neutralität eine kapitalistische Idee, sich nicht zu positionieren, aber an allem teilhaben zu können? Was bedeutet dies in Bezug auf unser Zusammenleben mit der Natur? Gibt es eine Möglichkeit, den Begriff der Neutralität neu zu denken? Im September 2023 eröffnen wir eine neue künstlerische Saison in der Kaserne Basel, einem Theater und kulturellen Zentrum mitten in der Stadt Basel, in der Schweiz. Ein wichtiger politischer und sozialer Raum für Aktivist*innen und Kunstschaffende. In diesem Monat wird die Antigone von Milo Rau gezeigt, eine Produktion, in der Ailton Krenak als Teireisas, der blinde Seher, mitwirkt. Ich denke, dass die Arbeit von Ailton hier eine bedeutsame Wirkung haben könnte. Mit diesem Text erhoffe ich mir eine Reflexion über unsere Rolle als neutrales Land und möchte der Debatte neue Energie zuführen, auch dank weiterer Kollaborationen mit Selvagem - ciclo de estudos sobre a vida. Vielen Dank!“

[2] Anmerkung der Redaktion: Bis heute existiert der Begriff Natur in vielen indigenen Sprachen nicht.

[3] Anmerkung der Redaktion: Das Wort «envolvimento» (Beteiligung / Verwicklung / Verflechtung / Engagement) wurde hier mit «Engagement» übersetzt – im Portugiesischen hat das Wort die gleichen Wurzeln wie «desenvolvimento», welches «(Weiter-)Entwicklung» bedeutet.

[4]«Metamorphosen» von Emanuele Coccia erschien auf Deutsch im Carl Hanser Verlag.